01.01.2024 Tag 15 Sightseeing in Kuala Lumpur

Tag 15 beginnt – und damit Jahr 2 der Weltreise… oder so ähnlich… Happy New Year aus Kuala Lumpur

heute früh ging es zum Thean Hou Tempel. Etwas außerhalb gelegen, etwa 30 Minuten fußläufig von Little India Brickfield. Der Tempel ist wunderschön verziert und nicht von Touris überlaufen. Ein paar Hochzeiten waren zu sehen. Ist ja auch eine tolle Kulisse. Das Ritual mit den Räucherstäbchen habe ich mal versucht. Aber da ich nicht komplett bedeppert rumlaufen wollte, mich dann auf das Staunen und Filmen fokussiert 😉

Anschließend ging es weiter zum Chowkit Market. Sehr traditionell… und definitiv etwas für den Einsatz der Maske. Zu Fuß konnte ich dann KL weiter erkunden über Kampung Baru. Hier gab es einige Restaurants und Bars, wenige Touris. Ich habe mich nicht ran gewagt, mein Magen hat ein Veto eingelegt 😉

Mit der Saloma Link Bridge erreicht man dann wieder das reiche und touristische KL. Das ist hier recht faszinierend: Armut und Reichtum eng beieinander, ebenso Tradition und Moderne – vermutlich lässt hier Japan schon grüßen. KL ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Hier treffen arabische Einflüsse auf chinesische, japanische und Thai. Ebenso ist hier sehr viel indischer Einfluss zu finden und sobald es protzig wird, sieht es nach Europa bzw. USA aus.

Zur Feier des Tages beschenke ich mich mal mit frischer Wäsche, der T-Shirt-Verbrauch ist hier doch etwas höher als erwartet…

02.01.2024 Tag 16 Sightseeing in Kuala Lumpur

schlafen oder direkt zu den Batu Caves war heute früh die Entscheidung. Durch den Lärm im Hotel am Vorabend dann doch etwas später als geplant erst zu den Caves. Das war aber nicht weiter wild, zumal es für heute eh entspannt geplant war.

Im Anschluss ging es zum KL Tower… erst einmal von unten und dann mit Skywalk auch noch oben mit freiem Blick direkt bis ganz unten.

Bäume sorgen für Abkühlung, weiß eigentlich jeder. Zumindest konnte ich es gut selbst erfahren im KL Eco Forest Park. Nun wieder etwas trocknen bzw. duschen und dann den Abend planen…

PS: Was ist an einer Massage „happy“, die hier tagsüber feilgeboten wird? Nun denn, ich werde es wohl nie erfahren. Das gehört leider auch dazu…

Kambodscha

03.01.2024 Tag 17 Transfer tag mit Hindernissen

und was machst du, wenn etwas dazwischen kommt? Flexibel sein… guter Start mit Lounges in KUL. Dann aber das Gepäck verwechselt, was ich erst im Hotel bemerkte, als ich mich zum Sunset am Angkor Wat umziehen wollte. Ok, so gab’s dann einen sensationellen Sunset am Flughafen… und letztlich noch an der Bar ein paar Snacks und tatsächlich mal ein Bier gegönnt…

04.01.2024 Tag 18 Angkor Wat Small Circle

der sunrise hat geklappt, dafür hat der Wecker auch extrem früh geklingelt. Zumindest hat die Natur mitgespielt. Danach ging es sofort weiter auf den Small Circle, um der Masse voraus zu sein. Hat auch recht gut geklappt. Zum Mittag dann nicht Amok gelaufen, aber gegessen. Angkor Wat war der innere Bereich leider wegen des heutigen Buddha Tags geschlossen. Aber dann morgen nochmal mit dem Big Circle verbinden. Und sonst jetzt den Rest den Tages nur ausruhen und mal auf Slow Travel umschalten und der Wäscherei mal wieder einen Besuch abstatten – ich sollte mal lernen, kleckerfrei zu essen 🙈

05.01.2024 Tag 19 Angkor Wat Big Circle

Big Circle am Angkor Wat und jetzt abends noch die Pub Street „erkunden“ 😉

Angkor Wat hatte dann schließlich geöffnet im oberen Teil und den Sunset habe ich auch direkt bestaunt. Morgen gibt es einen ruhigen Tag für mich – der Übergang zu einem Teil des Slow Travels 😎

06.01.2024 Tag 20 Relaxing

Geschwindigkeit raus und Erholung rein. Insbesondere nach der wuseligen Pub Street gestern Abend noch.

Aber auch das zweite Tansania-Video finalisiert. Das erste kommt morgen mit tollen Bildern, das zweite zu Tansania dann kommende Woche.

Bangkok

07.01.2024 Tag 21 One Night in Bangkok auf der Khaosan Road

Hangover oder one night in Bangkok? Auf jeden Fall nur ein Sleepover und „gleich“ geht’s schon wieder zum Flieger hier zum eigentlichen Ziel. Heute aber noch einen khmerischen Tempel in Kambodscha besucht und dann doch eher westlich anhauchende „Tanztempel“ auf der Khao San Road. Ich hoffe, ich muss mir morgen nicht im Stile von Hangover die Bilder angucken und den Affen aus dem Bad vertreiben

Laos

08.01.2024 Tag 22 Transfer nach Lunag Prabang

völlig übermüdet in Bangkok gestartet in Richtung Laos. Hier dann angekommen, direkt zum Essen den Sonnuntergang über dem Mekong genießen können. Der angrenzende Streetmarket bzw der Open Air Food-Court hat es mir dann direkt angetan. Ich liebe diese Stadt jetzt schon. Sehr gut, dass ich mir hierfür sehr viel mehr Tage als benötigt eingeplant habe.

Das Essen ist sehr günstig hier, 2-3€ für ein volles Essen mit Getränk, hier wird jeder zum Millionär und niemand drängt sich auf und will mich in eine Bar, zur Massage oder sonst wohin ziehe. Es ist der krasse Kontrast zu den Street Markets der vorherigen Tage (Jalan Alor, Pub Steet und Khaosan Road). Ich habe mich schon selbst dabei ertappt, wie ich nach wenigen Schritten bereits in ein viel gemütlicheres Schlendern übergangen bin. Es werden tolle 8 Tage

09.01.2024 Tag 23 Sightseeing Luang Prabang

Luang Prabang, die Perle Südostasiens. Hier herrscht eine angenehme Ruhe und Geschwindigkeit des Lebens. Es gibt ein riesiges Angebot, aber es herrscht keine Aufdringlichkeit. Es ist herrlich, ich passe mich auch hier wieder an und freue mich, dass ich 8 Tage hier habe und bedauere, dass ich nur 8 Tage hier habe.

Heute ging es auf Erkundungstour durch die Stadt auf den Spuren einiger Empfehlungen und meiner Google-Bookmarks. Ein buddhistischer Tempel (Wat) folgt dem nächsten. Die norddeutsche Zunge in mir will gar von einem Wat(ten)meer sprechen.

Heute nach der Tour völlig gechillt ins Hotel der Hitze entgehen, nachher wieder den street night market besuchen und versuchen, mango sticky rice zu bekommen – der nächsten Empfehlung folgen 😉

Ich liebe Luang Prabang bereits jetzt schon. Morgen früh erwartet mich ein ganz besonderes Highlight der gesamten Weltreise. Dafür lohnt sich definitiv schon der Transfer ab 7 Uhr – 1 Stunde mit dem Tuk Tuk 😎ab dann wird LP nur noch völlig gechillt erkundet und hier und da im Digital Normad-Style das Notebook ins Café mitgenommen und ein paar Videos geschnitten und (endlich mal) Bilder entwickelt 😉

Luang Prabang – eine Perle, ein Paradies 🥰und falls ich es noch nicht gesagt habe: Ich bin begeistert

10.01.2024 Tag 24 Kuang Si Falls

in aller Frühe klingelte der Wecker, da ich eine Stunde mit dem Tuk Tuk-Taxi zu den Kuang Si-Fällen benötigte. Es hat sich gelohnt, pünktlich zur Öffnung war ich der erste Besucher an den Falls. Es ist ein riesiger Park mit vielen Kaskaden und nach zwei Stunden füllte es sich dann. Zeit für eine zweite Runde auf dem Trail gab es genug, um so noch etwas anderes Licht einzufangen.

Apropos einfangen… dieser Wasserfall hat mich total gefangen. Er ist einfach atemberaubend schön mit seinem tosenden Wasser und der Ruhe des türkisblauen, glasklaren von tropischen Pflanzen gesäumten Wasserlauf. Es ist wahrlich ein Paradies. Ich kann mich überhaupt nicht entscheiden, welches Bild am besten ist. Daher hier eine Auswahl und entscheidet selbst

11.01.2024 Tag 25 Relaxing

heute mal komplett relaxt. Erst gemütlich in einem echt coolen Café gefrühstückt. Ich muss es mir definitiv merken, dort direkt hochzugehen, gemütlich halb liegend zu frühstücken und das Notebook dabei zu haben.

Das mit dem digitalen Nomaden habe ich dann nachmittags gemacht, um an den Videos für Euch zu arbeiten. Im Anschluss gab’s dann eine Massage für rund 6€, da war in erster Linie der Geldbeutel „happy“ und letztlich auch ich – anders als noch vor einer Woche, wo happy wohl eine andere Bedeutung gehabt haben muss…

Zum Abschluss noch zum Italiener nebenan. Ich bin vermutlich von der italienischen Esskultur in Deutschland verwöhnt. Aber mein Magen liket es dennoch 👍

Für die letzten 4 Tage hier in LP habe ich mir noch Pak Ou Caves, Tat Sae, Sunset Cruise, eine Cooking Class und ggf. Almsgiving auf die imaginäre Liste geschrieben. Ohne hardcopy Planung ist auch mal gut… und das aus meinem Munde und bereits nach 3,5 Wochen. Der Rekord liegt allerdings noch immer bei 30 Tagen Reise (2017 USA und Hawaii als Honeymoon seinerzeit), fällt aber bald.

Was mich hier verwunderte, waren einige Sowjetflaggen an den Häusern. Ein Blick in die Geschichte Laos‘ brachte Aufschluss. Es tut dem Land und dem Well-Being hier aber keinen Abbruch

12.01.2024 Tag 26 Relaxing

gestern Abend noch spontan ein Pärchen aus New Jersey kennengelernt und dann geneinsam mit einem Local in einen Club gefahren. In meinem Alter sollte ich so etwas nicht mehr machen 😂

Aber für heute war ohnehin wieder nur Relaxen angesagt und ich konnte mit dem Indien-Video – bzw werden es wohl auch wieder Videos – beginnen. Gleich noch gemütlich rausgehen, morgen gibt’s wieder zwei Touren, die ich mir heute schon mal gebucht habe.

13.01.2024 Tag 27 Pak Ou Cave und Sunset Cruise

morgens ab zur Pak Ou Cave mit einer Cruise über den Mekong. Kurzer Zwischenstopp in einem Dorf, der im Grunde ein großer Markt, ein schöner Tempel und eine Whiskeybrennerei ist. Dort gibt’s Sachen im Whiskey, die will ich besser nicht probieren 😯die Caves selbst waren nicht das Highlight…

Abends dann noch eine Cruise zum Sunset gehabt. Die untergehende Sonne zeigte sich nur sehr kurz. Aber dafür gab‘s morgens wie abends sehr nette Gespräche und interessante neue Kontakte.

14.01.2024 Tag 28 – 4 Wochen – ein paar Gedanken

28 Tage – 4 Wochen auf Weltreise. Noch ist es nicht die längste Zeit, das wird erst in 2 Tagen bzw. 3 Tagen so weit sein. In diesen 4 Wochen bin ich jedoch intensiver als jemals bisher gereist. Ich habe zwei Kontinente gesehen, durfte drei Kulturkreise erfahren und bin inzwischen im sechsten Land angekommen… wow, kurz durchatmen.

Ich habe beeindruckende Natur gesehen und atemberaubende Architektur bestaunen können und bin quer durch die Zeitzonen geflogen und habe viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen und Geschichten getroffen.

Am Kilimanjaro habe ich gelernt, wie Kaffee in der Chagga-Kultur hergestellt wird und wie die Maassai leben. Ich konnte erfahren, was Hakuna Matata wirklich bedeutet und vor allem, dass alles auch mal „pole pole“ (langsam) gehen kann. Ich konnte aber auch sehen, wie Kinder in Armut leben und wie sie sehr liebevoll in einer Einrichtung umsorgt werden (ein eigenes Video dazu habe ich ja mit Euch geteilt). Ich habe gelernt, dass diese Kinder ganz normale Lebensträume haben wie Du und ich. Ich habe gesehen, wie sich diese Kinder über einfache Dinge freuen und wie ein Fußball Augenhöhe gibt und verbindet. Ich habe direkt erfahren, welches Privileg ich mit meiner Weltreise haben darf.

In Indien habe ich in das Leben der Locals eintauchen dürfen und mich von indischem Essen begeistern lassen können. Für Vegetarier ist es ein Traum dort. Die Menschen haben mich extrem offen und warmherzig aufgenommen. Ich konnte aber auch feststellen, dass mich die extreme Wuseligkeit und die vielen zufälligen Körperkontakte doch ein wenig überfordert hat. Ein Relikt aus der Hochphase der Pandemie? Übrigens wohl auch meine tägliche Frage an der Rezeption: „May I have some more toiletpaper, please?“ Aber manche Zungen behaupten, es liegt an dem kulturellen Unterschied…

Es ging schließlich weiter nach Kuala Lumpur. Dort startete dann meine Solo-Weltreise erst richtig. Zwischen High Tech und Moderne war hier auch das einfache Leben zu finden und Streetfood dominierte, ebenso wie hohe Temperaturen (32 Grad und 25 nachts) und extreme Luftfeuchtigkeit (80-90%). Willkommen in Südostasien. Meine Höhenangst konnte ich am KL Tower am Sky Walk zweimal überwinden, hätte ich nicht gedacht… Abends pulsierte das Leben auf den Night Markets. Auch ging es eng zu, aber ich kannte ja bereits Indien, von daher halb so wild alles. Silvester war skurril, gab es doch kein Feuerwerk, aber dafür tausende Handys, die auf die Twin-Tower und das Lichterspektakel gerichtet waren. Happy new year, happy new age?

Schließlich ging es nach Kambodscha. Hier war die Armut bzw. die Einfachheit des Lebens deutlich zu spüren. Die Menschen waren dennoch nicht weniger herzlich und wirkten glücklich. Mit Angkor Wat durfte ich ein kulturell-architektonisches Highlight besichtigen, das mir definitiv in Erinnerung bleiben wird. In Siem Reap hatte ich dann auch meinen ersten Tag Entschleunigung. Das tat gut bei dem Tempo bis dahin.

Ein Layover bescherte mir „one night in Bangkok“. Ich suchte die Khaosan-Road auf. OK, selbst schuld 😉Bangkok selbst kannte ich schon. Inzwischen war der Linksverkehr für mich Normalität und Straßen lassen sich überqueren, wo nun einmal Lücken sind.

Schließlich konnte ich nach Laos weiterreisen. Plötzlich wieder Rechtsverkehr, was mich irritierte… Laos hat mich aber sofort mit einem faszinierenden Sonnenuntergang über dem Mekong ergriffen. Laos ist typisch Südostasien, aber ohne Geschwindigkeit. Es hat eine wunderschöne Natur, bleiben mir doch die Kuang Si Wasserfälle in Erinnerung. Hier in Laos konnte ich mich auch mit vielen anderen unterhalten und konnte einiges über die politische Situation lernen, zumal mich einige Sowjetflaggen hier irritierten. Nichts desto trotz fühle ich mich hier extrem sicher und genieße als Teil der Kultur die täglichen allgegenwärtigen Massagen, die die Seele „happy“ machen. Aber auch weitere Tage mit Nichtstun trugen hier zur Erholung bei. Ich fühle mich angekommen, angekommen als Weltreisender.

Insgesamt stelle ich doch immer wieder fest, wie verbohrt wir Deutschen doch viel zu häufig sind. Und ich erkenne sie doch schon ohne ein Wort zu hören, da meist irgendetwas problematisiert wird.

Ich konnte auch feststellen, dass wir im Klimaschutz in Deutschland gar nicht so schlecht dastehen – dennoch gibt es natürlich vieles zu tun. Und vielleicht könnten wir mal so einfache Konzepte wie Mülltrennung und Recycling exportieren. Aber kommen Regeln überall so gut an? Es gibt nur eine feste Regel in Laos: Schuhe aus beim Betreten eines Hauses. Da fühle ich mich direkt wie zu Hause 😎

Gesundheitlich geht es mir erstaunlich gut. OK, der Magen verlangte Probiotika und dann und wann eine Pause vom Streetfood. Einiges andere an und in mir scheint vor allem Stress induziert zu sein, gebe ich mich hier doch Genüssen hin, die ich eigentlich komplett gestrichen habe wie Kaffee, Tee und mal ein Bier zum Essen.

Ich fühle Dankbarkeit, dass ich diese Reise machen kann. Ich weiß um mein Privileg, dass ich grad einmal vier der knapp 28 Wochen Weltreise hinter mir habe. Ich blicke glücklich auf diese ersten Etappen zurück und blicke voller Vorfreude auf das, was da noch kommt.

14.01.2024 Tag 28 Tad Sae Falls und Phousi Sunset

morgens bzw. eher mittags ging’s nach dem Frühstück zu den Tad Sae Falls. Traumhaft schön und definitiv nicht so überlaufen wie die Kuang Si Falls. Sie sind nicht ganz so imposant, definitiv auch traumhaft schön und alleine die Anreise mit dem Boot ist ein Abenteuer für sich 😉die Menschen sind so freundlich: Mein Tuk Tuk-Fahrer hatte für sich – irgendwelche kleinen – apfelähnliche Früchte gekauft und mir ein paar geschenkt.

Nach dem täglichen Spa ging’s dann noch in Rekordzeit hoch auf den Phousi zum Sunset. Ich bin echt schnell und gut hochgekommen, ich war erstaunt, wie gut die Kondition ohne Workout und mit vielen kleinen Sünden hier ist 😉natürlich war es maßlos überfüllt, aber das Panorama mit dem Mekong, der sich durch die Täler zieht, ist mal wieder traumhaft schön. Morgen ist der letzte volle Tag in Luang Prabang, aber noch nicht mit Laos…

Abends beim Bierchen und Billard (ich nur passiv) wieder viele nette Gespräche gehabt. Hier sind sehr viele Aussteiger und Remote Worker… „I am sure i will return and i can’t imagine getting back right now…” “Well, Dennis, that was the start of many stories…”

15.01.24 – Tag 29 Relaxing

der letzte volle Tag, der letzte Abend in Luang Prabang bricht an. Eigentlich sehr schade, wäre ich ohne Buchungen und ohne den zeitlichen Anschlag unterwegs, würde ich hier definitiv länger verweilen. „I will return“ „well, Dennis, that’s how my story here in Laos started“

Heute noch einmal ganz relaxt nur in ein Café zum späten Frühstück gesetzt und weiter an den Indien-Videos gearbeitet, die großartig authentisch werden.

Nach der „Arbeit“ im Digital Nomad-Style dann das tägliche Spa machen lassen. Und nun zum Abend noch einmal Night market mit veggie Pad Thai. Ich werde es hier vermissen..

Ein lachendes und ein weinendes Auge. Luang Prabang ist wunderschön und ich bin froh, dass ich den vielen Empfehlungen gefolgt bin, hier etwas länger zu bleiben. Ich könnte noch sehr viel länger hier verweilen, fühlte es sich einen Abend beim einschlafen doch fast wie zu Hause an.

Ich freue mich aber auch darüber, dass ich diese Perle in Südostasien entdeckt habe und dass ich über eine Woche verweilen durfte. Meine Empfehlung hat Luang Prabang definitiv. Ich freue mich aber auch schon auf das, was jetzt noch alles kommt. Es wartet ja noch ein riesiger Teil meiner Weltreise und das Ziel, alle Kontinente zu sehen und zu erfahren.

Khop tchaī, Luang Prabang.

16.01.24 – Tag 30 Transfer mit dem Schnellzug 1. Klasse

Die längste Reisezeit ist damit eingestellt. Heute stand nur ein äußerst entspannter Tag an. Da ich auschecken musste und nun den Transfer nach Vientiane habe, habe ich den Morgenmarkt besucht, mir noch einmal im schönen Luang Prabang Pad Thai gegönnt und mein Lieblings-Café besucht.

Schließlich habe ich dann – alles hoch organisiert – den Bahnhof erreicht. Das Netz mit dem Schnellzug wurde erst vor wenigen Jahren durch chinesische Investoren (Regierung?) errichtet. Angeblich sind alle Angestellten ausschließlich Chinesen, wie mit mehrfach berichtet wurde. Politisch und sozial ist klar, woher der Wind weht… ein kritisches Thema hier, den Kommunismus nicht (von außen) aufgeben zu wollen.

Der Zutritt zum Gleis ist streng reglementiert. Zudem gibt es am Bahnhof Sicherheitschecks und Passkontrollen. Und viele chinesische Schriftzeichen… Ni Hao.

Aber immerhin habe ich damit nun auch das letzte verbleibende Verkehrsmittel im Rahmen meiner Reise genutzt (bzw mache es zur Stunde). Die Fahrt geht wohl durch etliche Tunnel mitten durch das bergige Laos, aber hier ist es inzwischen eh schon dunkel. Es geht auch sehr schnell (2 statt 8 Stunden mit dem Auto oder so) und es ist Klimafreundlicher – zumindest dann letzteres im Sinne politischer Dimensionen…

Der Zug füllte sich dann aber noch. Auf geht’s nach Vientiane. Khop tchai, Luang Prabang, Sabaidee Vientiane (in Kürze)

17.01.24 – Tag 31 Buddha Park, Patuxai und Vientiane

Tag 31 – bekannte Gesichter und deutsche Sprache, so sieht man sich in der nächsten Stadt wieder 😉 zu zweit dann heute Vientiane erkundet, das nicht mit vielen Highlights aufwarten kann.

Früh morgens ging es direkt zum Buddha-Park. Auch hier zahlte sich das frühe Aufstehen wieder aus. Der Park war noch relativ leer und erst nach circa einer Stunde trafen Schulklassen und Touri-Busse ein. Der Park selbst ist eher so semi, könnte man mehr draus machen. Aber immerhin viele Fotomotive. Übrigens ist der Bus mit 18.000 KIP (rund 70 Cent) je Strecke nicht nur ökologisch lohnenswert.

Das einzig echte Highlight in Vientiane selbst gab es dann mit dem Patuxai und seinen Springbrunnen. Es lud durchaus zum Verweilen in seinem Schatten ein.

Da wir beide „overtempled“ waren, war das Relaxen genau richtig. So ging es dann nur vor dem Patuxai auf einen Snack in eine Mall im Food Court und schließlich zu einem Inder – er war gar nicht so schlecht.

Wahrscheinlich gleich noch eine kleine Runde zum Night Market ehe es dann nachher Packen heißt und morgen ins siebte Land auf dieser Weltreise geht: Vietnam wartet auf mich 😎🔜

Vietnam

18.01.24 – Tag 32 Transfer Hanoi

Tag 32 – der bisher negativste der Reise. Probleme aus der Heimat ploppten hier auf – das sollen sie nicht. Ich war in Vientiane. Gut, es kann nicht jeden Tag Luang Prabang sein…

Morgens dann die Wartezeit auf den Transfer doch noch trotz dessen, dass ich inzwischen „overtempled“ war, für ein paar Tempel genutzt. Schließlich ging es dann zum Airport und ab da ging es dann los…

Der Flieger nach Bangkok zum geplanten Zwischenstopp in DMK war delayed. Bei rund 3 Stunden Stopover sollte das aber gut reichen, sich noch für einen kleinen Happen in der Lounge zu entspannen. So dachte ich es… der Flieger wurde zunächst umgeleitet nach BKK, wo wir kurz standen. Apropos stehen… Waren nur Deutsche im Flieger, dass sie dort aufsprangen, ohne dass es einen Ausstieg gab? 🤷 schließlich hatte ich meinen kürzesten Flug, einen 20-minütigen Rundflug über Bangkok im A320 und gelangte so doch noch zum eigentlichen Airport DMK.

Allerdings blieben nur noch 10 Minuten bis zum Gate Closure sowie diverse Sicherheits-Checks. Also stand ein Sprint über den Flughafen an. Gut, dass der Connection Flight dann auch verspätet war. Die spannende Frage war dann nur noch, ob es das Gepäck auch geschafft hat…? Wie durch ein Wunder kam es aber auch an.

Viel zu spät und völlig k.o. ohne Nahrung bis dahin mischte ich mich dann noch einmal ins Hanoier Nachtleben und wurde herrlich und herzlich aufgenommen hier. So kann es weitergehen

19.01.24 – Tag 33 Sightseeing Hanoi

Hanoi einmal komplett zu Fuß erkundet. Mit 30.000 Schritten war es wirklich ausführlich. Fast alles von meiner Bucketlist habe ich geschafft, so bleibt die kommenden Tage wieder ausreichend Zeit zur Entspannung ehe nochmal richtig Entspannung kommt 😎

Übrigens sind die Züge in der train street alles andere als pünktlich. Aber in Deutschland wäre es ja nicht anders 😉

Tempel gehen so langsam auch wieder. Aber sind sie doch eine willkommene Abwechslung zum ziemlich krass gelebten Kommunismus bspw am Ho Chi Minh-Mausoleum.

20.01.24 – Tag 34 St Joseph Cathedral und Relaxing

Es war heute sehr ruhig, nur eine Kathedrale noch von außen angeschaut, die nach Notre Dame aussieht und sonst nur im Cafés bzw. am See gemütlich den Tag verbracht… eine kleine Auszeit tut heute mal gut.

21.01.24 – Tag 35 Relaxen in Hanoi

Ein verregneter und deutlich abgekühlter Tag. Wir haben nur noch circa 15 Grad. Unvorstellbar die letzten 5 Wochen für mich. So wie für Euch in Deutschland aktuell auch – nur eben von der anderen Richtung aus gesehen.

Den Tag nutze ich, um ein wenig dem Treiben am See zuzuschauen, im French Quarter und in einem bzw. einigen Cafés die Zeit mit Relaxen zu verbringen und den morgigen Transfer und das anstehende Highlight zu organisieren. Vermutlich wird es dort nur rund 10 Grad haben, eine Kältewelle zieht aktuell über Nordvietnam hinweg. Überdies konnte ich etwas Videos sortieren und allmählich mit Malaysia/KL beginnen. Aber heute Abend kommt ja erst einmal das erste Indien-Video auf meinem YouTube-Kanal online 😉

Mich zieht etwas Hunger noch raus und der Wille, das bunte Treiben in Hanoi noch etwas zu bestaunen. Immerhin ist der Tag hier in 2-3 Stunden schon vorbei bzw. geht die Sonne dann hier unter.

22.01.24 – Tag 36 Ha Long Cruise

Früh morgens gab es den Transfer nach Ha Long. Eine Cruise für eine Nacht stand an. Das Wetter spielte nicht komplett mit. Majestätisch mutet die Ha Long-Bucht dennoch an. Bzgl. Internet gab es einen Tag Auszeit, was auch mal gut tut 😎

Wie immer auf einer Cruise gab es mehr als genug zu essen. Und natürlich auch Aktivitäten zu tun. Fürs Schwimmen war es mir definitiv zu kalt, aber Kayaking ging wunderbar (Bilder dazu folgen später, da die GoPro zum Einsatz kam). Vor dem Dinner dann noch eine kleine Cooking Class gehabt für einen selbstgemachten Snack. Und abends an der Bar gibt es immer wieder nette Gespräche und die Feststellung, dass viele eine doch sehr ähnliche Route haben durch Vietnam haben 😉

Und was auch ein kleines Highlight war, war das erste echte Badezimmer mal wieder nach 5 Wochen mit ausreichend Druck und angenehmer Temperatur. Und noch besser: eine Badewanne gehört auch mit zur Ausstattung 🥰

Ach ja, der Egg Coffee ist der Hit. Daran könnte ich mich gewöhnen, auch wenn er sehr mächtig ist

23.01.24 – Tag 37 Ha Long Cruise/ Ninh Binh

Heute in aller Frühe zur Trung Trang Cave auf Cat Ba Island aufgebrochen, ehe es dann vom Schiff und wieder zurück an Land ging. Nun habe ich definitiv alle Verkehrsmittel durch.

Schließlich ging es dann weiter nach Ninh Binh, was auch die „trockene Ha Long-Bay“ genannt. Hier habe ich noch ein tolles Restaurant entdeckt mit günstigen, aber guten vegetarischen Speisen und mal Egg Chocolate statt Egg Coffee…

Nur die Lautstärke (Baustelle vor der Nase und der Bass wummert) in der Unterkunft macht mich grad so fertig wie die kalten Temperaturen um die 10 Grad. Aber immerhin ist für morgen schon die komplette Tour gebucht. Ich bin gespannt 😊und Ihr dürft es auch sein.

Übermorgen geht es dann übrigens weiter in wärmere Gefilde und hoffentlich wieder mit Lounge, zumal es in Hanoi eine Dusche gibt 🙏in einer Woche folgt dann bereits… aber ach, lassen wir das und genießen das, was hier jetzt kommt 😉mein Tag ist jedenfalls heute nicht sehr lang, da ich völlig übermüdet bin.

24.01.24 – Tag 38 Ninh Binh

Mir wurde es heute so richtig bewusst, dass sich in Vietnam ja die Kulturkreise Südostasien und Ostasien vermischen. Religion hat hier eh eine andere Bedeutung. Und immer wieder ist die Vermischung mehrerer Religionen bzw. Philosophien innerhalb eines Tempels zu beobachten: Buddhismus bzw. spezielle Ausprägungen dessen, Taoismus und Konfuzianismus – in friedlicher Koexistenz.

Nach der echten Ha Long Bay gab es heute die „trockene“ Ha Long Bay. Es war wieder ein langer und ereignisreicher Tag. Angefangen mit einer 2- bis 3-stündigen Walkingtour durch die Bai Dinh-Anlage, weiter zu Hoa Lu und schließlich einer Bootsfahrt durch Trang An – ausgesprochen übrigens „Tschang An“ und auch ausgesprochen sehenswert. Nicht nur einige „bunt gemischte“ Tempel auf kleinen Inseln, sondern auch die berühmten Fahrten durch Höhlen, bei denen nicht nur einmal vermutlich das Kommando für „Duck Dich“ auf vietnamesisch kam. Wobei diese Wörter an sich eigentlich auch fast schon vietnamesisch sein könnten 😉

Zum Ausklang habe ich mir dann noch einmal eine Massage hier gegönnt. Mit 13€ ziemlich teuer… aber im Vergleich zu Deutschland mal wieder best cost 😉 morgen gehts hier auch schon wieder raus. Es ist eigentlich gar nicht mal so schlecht in Tam Coc – Backpacker-Stimmung und irgendwie auch ein Hauch von Winter mit seinen 8 Grad morgens…. Ab morgen Abend wieder Sommer – versprochen 😉

25.01.24 – Tag 39 Ninh Binh/ Transfer

Transfers können sich ziehen… und drückt man nicht selbst aufs Tempo, ist der Bong für den Fahrer wichtiger als die Ankunft am (falschen) Flughafen. Willkommen in Südostasien 😎

Zwar habe ich etwas Gelassenheit gelernt, aber hätte ich nicht immer wieder gedrückt, wäre nicht nur die Lounge passé, sondern vor allem auch der Flug. Glück gehabt, doch noch dann und wann die westeuropäische Kultur inne zu haben 😉

Es wäre auch echt schade um den Abend in Hoi An gewesen. Übrigens das erste Anagramm meiner Ziele, jedoch ist es diesmal nicht noch zusätzlich ein Tausch der Hauptstädte.

Hoi An ist einfach lichtüberflutet am Ufer und im Thu Bon Flusses. Aber die völlige Reizüberflutung kommt dann auch in den Bars und Restaurants. Wenigstens nur aufdringlich und nicht maßlos überzogen aufdringlich – ich gewöhne mich langsam daran 😉

Hier sind wieder viele Backpacker unterwegs, die ihr Erspartes in Tiger oder Saigon tauschen wollen, die lokalen Biermarken. Oder eben doch in eine „Ballonfahrt“. Nun denn, kulturell werde ich Hoi An morgen im Hellen erkunden können.

26.01.24 – Tag 40 Hoi An Sightseeing

Heute ging es gemütlich durch die Altstadt von Hoi An. Welch ein wundervolles Städtchen es doch ist. Dir typischen gelben Fassaden sind überall zu finden. Es wirkt wie in einem Märchenfilm 😉

Es gibt hier auch viele Tempel zu sehen. Sie haben nicht den Glanz der Tempel in Laos. Aber dennoch schön anzusehen und wie gerne würde ich doch den Gong hören 🙈😉mein Running Gag in den Videos 😎

Etwas ausruhen stand dann nur noch an und gleich noch gemütlich in die Altstadt und das bunte Treiben genießen, ist es doch sommerlich warm hier wieder mit rund 20 Grad auch am Abend noch. Das muss ich doch genießen. Und vor allem werden wieder überall die bunten Lichter strahlen.

27.01.24 – Tag 41 Hoi An Terracotta Park/ Pottery Village und An Bang-Beach

Die letzten Sightseeing Spots auf meiner Liste von Hoi An habe ich sehen können. Auch heute war es schon extrem relaxt. Die nächsten zwei Tage werden komplette Entspannung.

Heute Vormittag mit einem Brunch in einem leckeren veganen Restaurant begonnen. Über die Mittagszeit ging es dann mit einem eShuttle zum Terracotta-Park bzw. dem Pottery Village. Das war dann schon einmal bisschen vorweggenommenes Sightseeing der kommenden Monate 😉einen Töpferkurs habe ich nicht mitgemacht, auch wenn es dort überall angeboten wurde. Ich mochte es damals in der Schule schon nicht so sehr 😂

Ab dem frühen Nachmittag ging es dann mit dem Grab-Bike zum An Bang-Beach. Es ist nach 41 Tagen der erste Strand, den ich nicht nur sehe, sondern auch selbst betrete. Es war herrlich entspannend, auch das Essen dort. Zurück ging es dann schließlich wieder mit einem normalen Taxi.

Heute Abend wird es definitiv etwas ruhiger abgehen. Der Husten und der Schnupfen sollten nicht schlechter, sondern bitte mal besser werden. Aber ein paar bunte Lichter gucke ich mir sicherlich nachher noch einmal an 😉ich bin ja schließlich auch nicht ewig hier und auch nicht zum Schlafen 😉

28.01.24 – Tag 42 Hoi An

6 Wochen inzwischen schon unterwegs. Wow, tempus fugit. Daher war heute wieder ein sehr relaxter Tag angesagt und nur ein ausgedehnter Spaziergang durch die Altstadt von Hoi An. Es gibt hier so einige gute vegane Restaurants, die ich mal ausprobiert habe. Hoi An ist toll.

Wenn übrigens kleine Kinder ankommen und einen ansprechen, geht darauf ein. Ich hatte das Erlebnis schon einmal in Ha Noi und heute mehrfach hier. Es sind Schulkinder, die ihr Englisch trainieren, häufig im Beisein der Lehrer und mit einem Bewertungsbogen. Sie üben den Smalltalk. Street Class statt Street Food, ich fand’s herrlich, tolle Sache für die Kleinen.

29.01.24 – Tag 43 Hoi An Altstadt / Relaxday

Es ist ein besonderer Tag. Es ist nach insgesamt 30 Tagen der letzte in Südostasien, morgen werde ich im Transfer sein und mich daher nur noch geographisch in diesem Kulturkreis befinden. Der Kontinent wird morgen für die kommenden zwei Monate gewechselt. Die Rückkehr nach Asien wird aber kommen, nur in einen anderen Kulturkreis zu Ende März dann.

Heute war es entspannt. Nach ein paar Kreislaufproblemen ging es heute sehr ruhig zu und der Kaffee musste ausfallen. Sehr schade… Aber dafür noch einmal eine 90-minütige Massage für rund 12€. Das ist ja auch was. Überdies spazierte ich nur durch die Altstadt und versuchte hier und da noch ein paar Dong an den Mann bzw die Frau zu bringen – erfolgreich im Tauschgeschäft gegen kulinarische lokale Leckereien 😉

Was bleibt von einem Monat Südostasien hängen? Es bleiben Rezepte und Speisen hängen nach insgesamt 43 Tagen, die ich definitiv mit nach Hause nehme:

– Naan Brot/ Curry (Südasien)

– Dragon fruit juice/ Smoothie

– Pad Thai/ Lao

– Mango sticky rice

– Egg coffee

– Pho mit Tofu

Ob es in der Heimat auch so schmeckt? Ich wage es zu bezweifeln…

Es bleibt aber noch viel mehr hängen. Die Erkenntnis, dass die Roller hier einen extrem wuseligen Verkehr erzeugen, der uns Westler überfordern kann. Ich bin schon recht gut geübt im Überqueren der Straßen hier.

Es bleibt aber auch hängen, dass Bedürfnisse „aufgezwängt“ werden wollen und ein ruhiger Spaziergang sehr viel „No, thank you“ enthält. Aber auch das kennt man ja auch aus anderen touristischen Gebieten.

Es drängt sich eine wichtige Frage auf: Wie lange wird diese Kultur hier noch so bestehen, wie sie ist? Es sind extrem viele europäische Touristen zu sehen, bin ich doch selbst einer. Kinder lernen englisch, um für die Zukunft fit zu sein. Was ist die Zukunft? Was ist die globale Zukunft einer sich vermutlich immer mehr angleichenden und vermischenden Kultur…? Wird es eine einzige Erdkultur irgendwann geben in einer fernen Zukunft? Ich werde es nicht mehr erfahren, das Ergebnis wird noch viele Jahrzehnte auf sich warten lassen, vielleicht auch nicht 🤷

Südostasien hat aber auch viel mehr gelehrt. Die Menschen lächeln viel und mit einem Lächeln von einem selbst ist es eine tolle Zeit. Und je einfacher die Menschen leben, desto herzlicher wirkt das Lächeln. Sie haben eine Leichtigkeit, die uns im Westen abhanden gekommen ist. Das ist immer wieder hier und da als Floskel zu hören, aber hier habe ich es erlebt. Erdrückt uns unser Wohlstand und das Streben nach immer mehr Eigentum? Fesselt uns genau das in einem Zustand, in dem wir das Lächeln verlernt haben und eher zermürbt unser Hab und Gut mehren, zählen und hüten…?

Eine Entscheidung ist jedenfalls nun gefallen: einen günstigen Frisör habe ich hier nicht aufgesucht und werde damit nun mindestens bis México warten dürfen – weitere rund drei Monate.

30.01.24 – Tag 44 Hoi An/ Transfer

Komplett Transfer mit knapp 6 Stunden Aufenthalt in Kuala Lumpur. Kuala Lumpur kenne ich ja schon und mit Immigration etc wäre es zu stressig, in die Stadt zu fahren. Daher lieber die rund 6 Stunden in der Lounge verbringen bzw vermutlich in Lounges, da die Dauer jeweils begrenzt ist.

Hier gibt’s Essen und die Möglichkeit, die Füße hochzulegen. Wer weiß, ob es dann auf dem Flug Essen gibt, war doch AirAsia schön günstig auf der Langstrecke 😎

Im Übrigen rechnet sich die AMEX definitiv für mich. 720€ kostet sie im Jahr. Ich habe folgende Benefits genutzt:

– Reiseguthaben 200€

– Amazon music 12*10€

– Restaurant-Guthaben 150€

Edit: alleine die Auslandskrankenversicherung hat in meinem Alter schon einen Wert von 400-500€

Und der Priority-Pass hat einen Gegenwert von über 400€, mit dem ich dann Zugang zu Lounges habe, die sonst jeweils 28€ kosten würden. Bestimmt 10 Lounges habe ich inzwischen besucht. Da es kein Werbepost ist, gibt’s keinen Link, sondern nur auf Nachfrage.

Insgesamt ist es heute recht unspektakulär. Dafür bin ich morgen aber in 4 Stunden Timeshift, in Kuala Lumpur bereits schon eine Stunde.

In Kuala Lumpur bin ich mit rund 9.500km Entfernung so nahe wie die kommenden 2 Monate nicht mehr. Wenn ich mich das nächste mal so sehr annähere, werde ich jedoch sehr viel weiter östlich sein. Westlicher komme ich der Heimat erst dann wieder, wenn ich weiter entfernt sein und eine Zeitreise unternehmen werde. Klingt verrückt, erklärt sich aber sehr einfach 😉

Nun warte ich erst einmal und auf mich wartet der nächste Kontinent. Mit Australien werde ich dann den letzten (dauerhaft bewohnten) Kontinent betreten. Die Reise war ja schon einmal gebucht, aber diesmal trete ich sie auch an

Australien

31.01.24 – Tag 45 Sightseeing Sydney

Tag 45 – der Flug mit AirAsia war eine Katastrophe. Null Sitzkomfort und verdammt eng. Dazu schreiende Kinder und schnarchende Erwachsene überall. Unter den Top3 der schlechtesten Flüge ist er in den oberen 30% vertreten…

Völlig übermüdet dann in Sydney angekommen und musste rund 4 Stunden überbrücken, bis das Zimmer fertig wurde. Gut, hier gibt es ja einen sehr zentralen Punkt, den ich auf jeden Fall erst einmal angelaufen bin 😉

Bäm! Kulturschock Sydney. Nach einem Monat Südostasien wirkt dieses strukturierte Leben völlig fremd. Bei Rot an der Ampel stehen, sortierte Läden und Glasfassaden…

Als es das Zimmer dann endlich gab, geduscht und erstmal zwei Stunden geschlafen. Danach noch einmal den Circular Wharf und die Surroundings aufgesucht und mit dem Wassertaxi mal von gegenüber die berühmte Skyline bestaunt. Schließlich endlich mal wieder bedenkenlos einen Salat gegessen.

Mittlerweile – wir sind hier 10h vor Deutschland – bin ich auch wieder auf dem Zimmer und lade sämtliche Akkus auf, auch diejenigen der Geräte 😉 morgen geht es zu einem absoluten Highlight Australiens und vermutlich auch mit der gesamten Reise.