01.04.24 – Tag 106 Tokyo

Den Morgen begann ich mit einem Frühstück in einem Café hier um die Ecke vom Hotel in Shinjuku. Ich musste wieder einen Matcha Tee haben 😎Leicht cremig, wie ein nicht zu süßer Kakao mit Tee-Note, so beschreibt es sich am besten.

Der Morgen begrüßte mich mit trübem Wetter. Daher hatte ich keine Eile. Dennoch ging es dann natürlich zum ersten Stopp, dem Kaiserpalast. Er ist heute geschlossen, aber halb so wild, die Parkanlage außen rum ist auch schon beeindruckend.

Weiter ging es dann zum Tokyo Tower. Der Himmel riss auf. Ob es für einen Fuji-View reichen würde? Ich entschied mich für das Top Deck und außerdem dafür, das Main Deck zu Fuß zu erklimmen. Es sind 600 Stufen, ich hatte schon mal bessere Ideen 😂aber gut geschafft und andere schnauften bereits mehr. Dennoch muss ich spätestens zu meiner Rückkehr wieder das Fitness-Programm aufnehmen 😇

Die Aussicht war beeindruckend. Allerdings war es zu trübe für den Fujisan. Schade, aber ist dann halt vertagt. So weit das Auge reicht, sind Häuser zu sehen. Tokyo ist insgesamt recht flach gebaut, was an der Erdbebengefahr in der Region liegt, daher gibt es wenige markante Wolkenkratzer.

Ich versuchte danach mein Glück als Walk in team.lab Borderless. Leider nicht erfolgreich. Aber der Weg dahin über die Azabudai Hills war recht schön. Es sind schön angelegte Cafés und Boutiquen.

Die letzte Station für heute war Ginza, was mich nicht so überzeugt hat, etwas zu europäisch für meinen Geschmack. Mehr mein Geschmack hat das Ramen getroffen im Kyushu Ramen. Extrem lecker und der Laden ist echt urig.

02.04.24 – Tag 107 Tokyo

Der letzte volle Tag in Tokio. Das ging mir eindeutig zu schnell… aber immerhin habe ich noch einige weitere in Japan. Die Kultur flasht mich nach wie vor. Ich bin komplett verliebt. Und erstaunlicherweise habe ich sowas wie meine innere Ruhe mitten in einer Millionenmetropole gefunden – japanische Kultur macht’s möglich.

Den Tag habe ich in Shimokitazawa begonnen. Ein angesagtes Viertel mit Cafés und Bars. Ich wollte zum Frühstück dort sein, allerdings fand ich nirgends einen Matcha und wenn er auf der Karte stand war das Café noch zu – um kurz vor 11. Das muss ein Studenten-Viertel sein 😉abends ist es sicherlich urig. Ich habe aber kaum englische Beschriftungen gesehen.

Weiter ging es für mich zum Toyosu Fischmarkt. Die Tuna-Auktion war natürlich schon rum. Aber dafür probierte ich sehr frisches Sushi und schlenderte über das riesige Areal. Schliesslich gönnte ich mir ein Matcha-Tiramisu. Geschmacklich einfach wunderbar.

Nach dem bunten Treiben auf dem Fischmarkt suchte ich die Natur und versuchte es heute dann erfolgreich im Shinjuku National Park. Nach einigen Minuten Schlange stehen war ich dann drin. Die Sakura war hier auf einer Karte extra gekennzeichnet und entsprechend gut besucht waren auch diese Orte. Ein weitläufiger Park, aber großes Getummel an einigen Bäumen 😉die Sakura zu erleben ist doch einfach nur wunderschön. Die Sakura hat einen hohen kulturellen Stellenwert in Japan, symbolisiert sie doch die Schönheit der Natur, die Vergänglichkeit, aber auch den Neuanfang.

Zu Fuß zurück durch Shinjuku hielt ich noch in einem Restaurant an, aß eine bunte Mischung Gyozas und ließ mir auch die kandierten Erdbeeren nicht entgehen, sowie die 10¥-Waffel.

Den letzen Abend werde ich noch ein wenig umherschlendern und morgen geht’s dann schon weiter. Aber natürlich alles innerhalb von Japan. ありがとう東京

03.04.24 – Tag 108 Fujikawaguchiko

Es gibt auch nicht so tolle Tage in Japan. Ich musste Tokyo verlassen… Aber das war nicht der einzige Grund.

Die angedachte Fahrt mit dem Bus nach Fujikawaguchiko konnte nicht so stattfinden, wie ich es mir vorgenommen habe. Einmal spontan sein… 😉der erste mögliche Bus wäre mir zu spät gewesen. Also ab in den Express-Zug. Mein „Sitzplatz“ war dann auf dem Boden vor der Toilette zwischen den Eingängen. OK, ist ein Erlebnis…

Der Fuji wartet schließlich und ich kann ihn ja von der Unterkunft aus sehen – denkste! Regen gibt’s hier und das bei komplett tief hängenden Wolken.

Also erstmal den Shinkansen für übermorgen gebucht und während ich auf den Checkin in der traditionell japanischen Unterkunft warte, erstmal Hōtō essen. 30 Minuten angestellt, um drinnen zu erfahren, dass es Cash only ist… also Geld geholt und nochmal angestellt…

Immerhin ist es ein Erlebnis für sich. Ein dampfender Topf wird einem direkt am Platz serviert. Die Nudeln schmecken etwas wie feine Spätzle. Und der Rest war auch super. War eine tolle Empfehlung, die ich erhalten habe 😎ありがとう

Für das Dessert suchte ich ein weiteres Café auf. Es war klein, aber echt urig. Die Matcha-Rolle war etwas herb, aber dennoch klasse. Der Ginger-Milk-Tea dazu war auch ein geschmackliches Erlebnis.

So kam ich dann in meinem Zimmer an und habe erstmal mein Bett bzw das Futon selbst bezogen. Nur der Fuji ist noch immer scheu hinter den Wolken…

04.04.24 – Tag 109 Fujikawaguchiko

„I thought some more would descend here…. Where are you from?“ Manchmal fangen so auch tolle Tage an, ohne das zu sehen, worauf man sich eigentlich gefreut hat. Und ein Tag auf Deutsch mit anderen Langzeitreisenden tut auch mal gut.

Voller Hoffnung, doch noch den Fuji zu sehen, stieg ich heute ziellos in die grüne Linie der Lakes Sightseeing-Busse. Steige ich an dem Schrein aus? Oder nicht? Ich war nicht auf trübes Wetter vorbereitet, es hätte die Chureito Pagode mit Fujisan sein sollen. Die Wolken standen viel zu tief.

An dem Schrein, von dem ich nicht wusste, ob er es wert sei, auszusteigen, stieg ich nur aus, wenn noch andere ausstiegen. Mal ein wenig Lotto spielen. Das Stop-Zeichen leuchtete, Entscheidung gefallen. OK, wir waren dann nur zu zweit, aber beide eben Deutsch.

So erkundeten wir noch weitere Schreine, von denen einer malerisch zwischen riesigen Bäumen lag. Immer wieder aber wanderten meine Blicke in Richtung Fujisan… hier? Oder doch dort? Er war einfach zu scheu und zu schläfrig heute und versteckte sich hinter dicken dichten Wolken.

Eine Tour mit dem Bus um den See haben wir uns dann auch noch gegeben. Schließlich noch einmal Hōtō, heute aber mit traditional seating 😎und hier und da ein Café mit japanischen Leckereien.

Für mich bleibt die Hoffnung, ihn morgen auf der Busfahrt erspähen zu können oder mit dem Shinkansen Richtung Kyoto. Andernfalls habe ich einen weiteren Punkt für einen nächsten Besuch hier in Japan.

05.04.24 – Tag 110 Transfer/ Kyoto

Ist Japan doch nicht so toll?

Der Transfer nach Kyoto stand an. Das Ticket für den Shinkansen ließ auf sich warten, aber dank des Personals am Bahnhof klappte alles. In Deutschland wäre diese Hilfe undenkbar gewesen… nur Fujisan hatte wieder keine Lust, sich zu zeigen.

Angekommen in Kyōto ging es skurril weiter. Hatte man im Hotel doch mein lange im Voraus gebuchtes Zimmer nicht parat und sollte ich ein nach Farbe stinkendes Zimmer in einer völlig anderen Kategorie erhalten. Auf den Fijis war das alleine mit der Farbe ein Wechselgrund… keine Einsicht, also Hotel gewechselt und Budget belastet 😩booking macht hoffentlich mit.

Danach ging es ab ins nahegelegene Viertel Gion. Wurde ich nur als Gaijin (Ausländer) nicht reingelassen? 🤷fast 2 Stunden suchte ich ein Restaurant, das nicht ausgebucht war und mich auch rein- bzw zuließ 🤷schlieślich fand ich ein Sushi, das mit mir sehr freundlich umging.

Eine Bunnybar im Anschluss wirkte kinky und ich schaute mal rein, hier kam ich als Ausländer rein. Nur gucken und was trinken geht auf alle Fälle – sofern man als Gaijin willkommen ist. Die Japaner und ihre Bars 😉

Anschließend testete ich noch ein wenig das Nachtleben an, vor allem in Gaijin-friendly Clubs. Aber morgen geht’s dann richtig los und eine Tour habe ich auch schon gebucht.

こんにちは京都 Hallo Kyoto

06.04.24 – Tag 111 Kyoto

Traditionell ging es heute durch Kyoto. Morgens begann ich mit einer Teezeremonie. In kleiner Gruppe wurde uns erläutert, wie eine solche Zeremonie abläuft und welch zentrale Bedeutung die Trinkschale hat. Schließlich konnten wir auch noch selbst unseren Matcha herstellen und ihn zeremoniell verköstigen.

Danach ging es ab auf Sightseeing, Kyoto ist auch riesig. Also entschied ich mich für den Bus, meine Füße würden es auch mal begrüßen. Ich bin heute dennoch wieder über 28.000 Schritte gelaufen – trotz Bus.

Der erste Stopp war an der Nijo-Burg damaliger Samurai-Shogune. Der Park um die Burg war ebenso schön anzusehen wie die Gemächer im Innern der Burg. Natürlich gab es hier auch schon sehr viel Sakura.

Den Kitano Tenmagu Schrein steuerte ich danach an. Auch hier bot sich neben dem Schrein auch wieder sehr viel Sakura und schließlich konnte ich noch Zeuge einer traditionellen Zeremonie werden.

Ganz spontan schob ich noch den Hirano Schrein mit ein – und das war die beste Entscheidung. Eine kleine musikalische Aufführung inmitten von Schreinen und Sakura bescherten mir einen wundervollen Japan-Moment – Gänsehaut pur 🥰

Da es dann eigentlich auch schon wieder nachmittags war, suchte ich ein Restaurant auf. Ich aß traditionell Shobu. Und zudem saß ich auch wieder ganz traditionell. Die Bedienungen trugen natürlich einen Kimono. Sehr schöne Atmosphäre.

Gestärkt ging es dann weiter zur nächsten Burg: Kinkaku-Ji. Ein echtes Postkarten-Motiv bietet diese Gold verzierte Burg in einem wunderschönen Park. Allerdings schieben sich die Touris hier förmlich nur durch.

Abends hatte ich dann noch einmal ein wenig Hunger. Ich brach mit meinen pescetarischen Vorsätzen und aß traditionell Wagyu/ Kobe. Geschmacklich ein Festival auf dem Gaumen. Aber leider nicht im Portemonaie. Aber das gibt es aus mehreren Gründen ohnehin nicht täglich.

Apropos Festival. Volksfest-Charakter hat die Sakura abends in den Parks. Ich schlenderte durch überfüllte Straßen zum Asaka-Schrein bzw in den Maruyama-Park. Hier wurde es noch einmal voller. Und erstaunlicherweise wurde hier sogar im Gehen gegessen und getrunken. Und überall Picknick und gefüllte Bänke zum Essen unter der Sakura.

Ich drehte nur eine Runde, um mir das Schauspiel anzugucken. Auf dem Rückweg ins Hotel gönnte ich mir nochmal ein paar japanische Süßigkeiten, unter anderem auch ein Sakura Mochi. Das Gelee im Innern erinnert an Marzipan, das gefällt mir.

Heute habe ich also viel zu viel gegessen, doch zu viele Schritte gemacht und viel japanische Kultur erlebt. Welch ein ereignisreicher Tag. Da es morgen früh rausgeht, geht es für mich jetzt nur noch in die Federn 😴und für euch heute etliche Bilder der unendlich vielen Eindrücke.

07.04.24 – Tag 112 Kyoto

Die vierten Vier Wochen

16 Wochen auf Weltreise. Heute wollte ich wieder nicht zu viel laufen, kam aber dennoch wieder auf rund 19.000 Schritte und merkte es an den Füßen. Zwangspause heute Nachmittag…

Den Morgen begann ich sehr früh am Fushimi Inari-Taisha. Vermutlich kann man hier mittlerweile gar nicht mehr früh genug kommen, um es relativ leer zu erleben. Das ein oder andere Bild und Video habe ich dann aber dennoch grad so hinbekommen. Es ist sehr schön, aber auch anstrengend, bis ganz nach oben zu gehen. Aber auch deswegen anstrengend, weil extrem viele Menschen inzwischen schon recht früh dort sind…

Eine Busfahrt später begab ich mich zum Kiyonizu-dera und den umliegenden Vierteln Sanenzaka und Ninenzaka. Auch wieder alles voll von Touris. Aber die Sakura bietet auch einfach zu schöne Motive 🌸😎auch ich war ja nur einer der vielen Touris, die sich durch die Straßen schoben.

Hier und da probierte ich natürlich wieder traditionelle und typische Speisen. Das Tofu zum Mittag war extrem lecker – hausgemacht in dem Restaurant, ein wahrer Gaumenschmaus.

Gestärkt ging es dann zum Ryozen Kannon Tempel und zum Kodaiji Tempel. Letzterer hat sogar einen kleinen Bamboo Forest 😍und natürlich war wieder überall Sakura.

Zurück schlenderte ich schließlich zu Fuß durch den Maruyama-Park, den ich mir gestern schon abends anschaute. Auch tagsüber hier ist hier Volksfest-Stimmung dank Sakura.

Schließlich hatte ich die Wahl zwischen Kaiserpalast oder Arashiyama Bamboo am Nachmittag. Kurzer Stopp in der Unterkunft auf jeden Fall. Aber daraus wurde ein Stopp für heute, da ich mir tatsächlich Blasen gelaufen hatte… zu viel gelaufen die letzten Tage 😩

Ich habe noch zwei volle Tage. Da schaffe ich diese beiden Spots noch und kann sogar noch einen Tagesausflug nach Osaka und Nara machen. Alles muss und kann ich eh nicht schaffen und lieber heute ruhig als dann eine richtige Zwangspause…

08.04.24 – Tag 113 Kyoto

Regen war angesagt. Gut, dass ich die wesentlichen Spots inklusive Sakura schon gesehen habe. Der erste Stop war heute früh der Arashiyama Bamboo Forest. Dank Instagram vermutlich maßlos überlaufen. Er ist recht schön, leider war etwas zu wenig Wind, sodass ich die typischen Klänge nicht hören konnte. Aber imposant anzusehen ist er alle Male – die vielen Touris nicht.

Weiter ging es heute mit dem Zug dann nach Osaka. Das Castle wollte ich mir anschauen, aber natürlich nicht ohne das quirlige Viertel auf der Dotombori Street vorab zu erkunden. Dass ich hier und da ein paar Köstlichkeiten probierte, ist selbstverständlich. In Erinnerung bleibt mir vor allem das Lied am Melonen-Brot-Stand 😂es ist ein Gebäck mit Eis, das einem Windbeutel relativ nahe kommt. Sehr lecker 😋Die Tintenfischbällchen waren nicht wirklich meins. Aber das Bestaunen der etlichen schrillen Fassaden war sehr interessant.

Das Osaka Castle lockte auch wieder mit viel Sakura. Es ist sehr schon von außen anzusehen. Damit begnügte ich mich auch, da ich noch in den Nara-Park zu den Hirschen wollte.

Leider gab es Teilsperrungen und Zugausfälle auf der Strecke, sodass ich irgendwo im nirgendwo dann beschloss, zurück nach Kyoto zu fahren. So ist heute mal wieder Zeit für die Wäsche, ein Bad und später noch in aller Ruhe wieder die etlichen Köstlichkeiten genießen zu gehen 😊🙃vor allem habe ich es rechtzeitig vor dem nächsten Regenguss geschafft, der bis dahin zum Glück nur morgens im Bamboo Forest einsetzte.

09.04.24 – Tag 114 Kyoto

Die Sakura ist nun – nicht zuletzt wegen des gestrigen starken Regens – auf der Straße und ich begebe mich morgen auch wieder on the road again.

Daher bin ich heute bei deutlich abgekühlten 13 Grad zum Kaiserpalast geschlendert und anschließend noch einmal durch die Straßen Kyotos.

Am Kaiserpalast konnte man nicht ins Innere reingehen. Dafür aber ist er von einem schönen und weitläufigen Park umgegeben. Genau richtig, um etwas Ruhe zu genießen und im Teehaus noch einmal einen Matcha Latte zu genießen.

Danach wollte ich definitiv noch einmal ein paar kulinarische Kleinigkeiten genießen und ging zum Marayuma Park, wo die unzähligen Buden anlässlich der Sakura aufgebaut sind. Ich genoss hier und da mal wieder japanische Snacks. In Gion gönnte ich mir noch einmal einen Mochi. Mein Magen meinte, es sei nun aber mal gut 😂aber ab morgen gibt es das eben nur noch einmal am Flughafen…

Für mich heißt es heute Nachmittag packen, die schmerzenden Füße ausruhen und noch einmal organisatorisch auf die geänderten Flüge gucken. Später definitiv noch einmal gut japanisch essen gehen.

10.04.24 – Tag 115 Transfer/ Oahu

Es ist kurz nach 18:00 Uhr, wir schreiben den 10.04.2024.

Heute ist nur ein kompletter Transfertag, zumindest in der Zählung, die ich hier anwende. Denn eigentlich hat der heutige Tag 43 Stunden, denn ich werde eine Zeitreise unternehmen. Doch dazu morgen… bzw. später heute mehr dazu.

Ich hatte Glück bei dem Flug von Osaka nach Tokyo. Der Fuji-san grüßte noch einmal bzw in natura für mich erstmalig durch den Dunst zu mir herüber. Er sieht wahrlich majestätisch aus. Durch die Flugzeugscheibe wirkt es einfach nicht auf dem Handy.

In Tokyo bzw auf den Flughäfen ist es recht unspektakulär… wie auch schon vorher an den Banhöfen und auf der Schiene.

Immerhin war das Sushi am Flughafen Osaka frisch gemacht und von recht guter Qualität. In Tokyo grüße ich noch einmal aus der Lounge mit qualitativ sehr gutem Essen und sage:

ありがとうございました, 日本

Das war eine großartige Zeit mit dir und ich komme garantiert wieder. Die Kultur und die Menschen haben mich komplett fasziniert.

USA Hawaii

10.04.24 – Tag 116 Transfer/ Oahu

Quasi ohne kalendarischen Zeitverlust bin ich von Kyoto via Osaka und Tokyo nach Honolulu gekommen. Um 9 an der Unterkunft los in Kyoto und gegen 10 am selben Tag hier in der Unterkunft (mit etwas Meerblick im 26. Stock) angekommen. Die Datumsgrenze richtig instrumentalisiert.

Der Kulturschock sitzt wieder einmal tief. Nun bin ich der westlichen Welt angekommen und ich bin mir bewusst darüber, dass ich noch in der polynesischen Kultur bin, Honolulu aber mittlerweile eine Touri-Hochburg ist, kommen Japaner doch auch gerne für 5 Tage her.

Mit dem Mietwagen im Hawaii 5-0-Stil machte ich mich dann auf den Weg. Die zwei Top-Strände Oahus standen als erstes an: Waimanalo und Lanikai. Christian, ein Local, den ich an einem Viewpoint getroffen habe, bestätigte meine Auswahl. Ebenso wie Lunch bei Onos Shrimp and Steak. Eine inspirierende Unterhaltung.

Onos war neu für mich hier. Auch da kam 5-0-Feeling auf. Das Essen kann nicht mit Japan mithalten, aber war ganz ordentlich. Ach ja, ordentlich wird inzwischen auch beim Tip vorgegeben…

Der Waimanalo-Beach ist quasi um die Ecke gelegen und hat wirklich gar nichts von seiner Schönheit in den letzten 6,5 Jahren eingebüßt. Einer der schönsten, wenn nicht sogar DER schönste weltweit? Türkis so weit das Auge reicht und heller Sand, der seicht in den Ozean führt. Ich liebe ihn einfach nur 🌸🥰

Den Lanikai-Beach konnte ich leider nicht besuchen. Sämtliche Parkmöglichkeiten in der Nähe waren verboten. Das war auch schon mal anders…

Macht nichts, ab zum Valley of Temples und noch einmal einen Hauch Asien genießen. Eine schöne Anlage, die auch mir noch neu war.

Insgesamt bemerkte ich heute kulturell sehr schnell, nicht mehr in Asien bzw speziell in Japan zu sein. Es ist extrem laut, Autos hupen, Menschen unterhalten sich lautstark und Teenies gröhlen alkoholisiert am Strand herum. Gerempel und Vordrängeln ist auch wieder völlig normal. Kulturschock…

Der Sonnenuntergang am Waikiki Beach war auch ein kleiner Schocker. Es war extrem überlaufen und teilweise laute Musik. Ballermann…? Ich muss nochmal die richtigen Bilder von 2017 suchen…

Abends dann direkt amerikanisch mit Burger im Diner gegessen. Schließlich noch ein shave ice, das hier allerorts der Hit ist. Und immerhin bin ich auch wieder im Sommer angekommen.

Ach ja… Ist es eigentlich inzwischen normal, in den USA auch keinen Stempel mehr zu bekommen?

Oahu ist wunderschön, don’t get me wrong. Aber kulturell hatte ich das Paradies in Japan. Hier eben anders 😉morgen geht’s aber weiter auf die nächste Insel, mein eigentliches Ziel auf meiner Weltreise auf Hawaii.

11.04.24 – Tag 117 Transfer/ Kauai

Der heutige Tag war vom Jetlag geprägt, was aber nicht weiter wild ist. Gestern gab es ja einen gratis Tag und Oahu kenne ich ja auch schon.

Der Jetlag machte sich durch Sekundenschlaf bemerkbar. Da der Camaro wenig übersichtlich ist und ich tatsächlich meine Probleme mit dem Rechtsverkehr habe, habe ich nur ein wenig das Treiben am Waikiki Beach beobachtet.

Auf dem Weg zum Flughafen lag dann noch der Iolani-Palast, den ich tatsächlich noch nicht kannte. Jetzt schon. 5-0 grüßt auch hier wieder.

Das Nervigste am Rental Car Return ist das Tanken und die Suche nach Tankstellen. Seit wann ist eigentlich das Full/Full auch in den USA angekommen?

Ich sitze nun in der Lounge am Honolulu Airport und warte auf den Transfer. So viel für heute, die Ankunft auf Kauai wird eh abends sein.

12.04.24 – Tag 118 Kauai

Was ein Tag mit einem unglaublichen Transfer, einer Landung mit Klatschen und atemberaubender Natur.

Von vorne… der Flieger nach Kauai sollte gestern Abend gehen und mit 41 Minuten wäre ich sehr schnell von Honolulu auf Kauai gewesen. Als alle im Flieger saßen, verspätete es sich. Wir rollten vom Gate weg, warteten auf die Freigabe und… kehrten schließlich zum Gate zurück. Nach 20-30 Minuten dann die Ansage vom Piloten persönlich in der Kabine: Unwetter über Kauai, Flughafen gesperrt, alle raus. Im Boarding-Bereich kam dann die Ansage nach einigen Minuten, dass der Flug gestrichen sei. Umgebucht auf 5:36 am nächsten Morgen, Flughafen-Hotel auf eigene Kosten genommen 😒

Nach rund 4-5 Stunden Schlaf wieder ab zum Flughafen, der noch verschlossen war… aber Boarding startete pünktlich, ab aufs Rollfeld, auf Freigabe warten, zurück zum Gate. Wieder das gleiche Spielchen. Nur konnten wir letztlich dann doch abheben und hatten etliche starke Turbulenzen 😨alle waren froh, sicher und überhaupt angekommen zu sein. Viele klatschten bei der Landung. Hört man ja sonst gar nicht mehr.

Angekommen auf Kauai war die Unterkunft und der Check in „gut versteckt“ und auch nicht persönlich. Aber letztlich dann morgens gegen 9:30 angekommen und ein kleiner Power Nap, da es eh genieselt hat. Wach geworden um 14:00 Uhr… aber dann nichts wie raus mit mir.

Als erstes fuhr ich zum nahegelegenen Kekaha Beach. Es war zu trübe, um zu begeistern. Also rein ins Waimea Canyon.

Dort gibt es spektakuläre Aussichten auf den Grand Canyon des Pazifiks. Wow 😍und so allmählich stellt sich das Aloha-Feeling ein.

Ich fuhr die Straße bis ans Ende. Dort wartete ein Ausblick auf die Napaali Coast, die wohl berühmteste Felsenküste Hawaiis und auch eine der bekanntesten der Welt. Welch ein spektakulärer Ausblick und es zeigte sich sogar die Sonne. Aloha Hawaii 😎

Auf dem Rückweg habe ich noch den Red Dirt Fall angeschaut. Er ist nicht sehr groß und nicht ausgeschildert, aber ein pittoresker Punkt hier auf Kauai.

Zurück in der Unterkunft ging es dann nur noch was essen – typisch amerikanisch natürlich im Saddle Steakhouse im Saloon-Stil.

13.04.24 – Tag 119 Kauai

Durch 7 teilbar und das für mich an einem Samstag, der anhaltende Effekt der Zeitreise. 17 Wochen inzwischen unterwegs.

Heute startete der Tag mit einem Rundflug über die Nā Pali Coast und eigentlich auch dem Waimea Canyon. Im Canyon hingen die Wolken sehr tief, aber die bekannte Felsenküste war dafür extrem beeindruckend. Das kann kein Bild einfangen, man muss es selbst erlebt haben. Ein echter Wow-Moment. Der Flieger wackelte ziemlich, aber irgendwie machte es ja auch Spaß 😎

Den weiteren Tag habe ich damit verbracht, die Ostküste Kauais zu erkunden. Es gab viele Strände zu sehen und vor allem die Wailua Falls. Rund 50 Meter stürzen sie in die Tiefe. Bedingt durch die Unwetter der letzten Tage waren sie sehr braun und trübe. So ist halt die Natur.

Zum Mittag gönnte ich mir eine Poke Bowl in der Duke‘s Barefoot Bar. Und zum Nachtisch dann hier und da einen Foodtruck. Das gehört zu Hawaii einfach dazu 🌸Ich will nicht motzen, aber die Preise sind seit meinem letzten Besuch 2017 überproportional stark angezogen (kleines Bananenbrot über $10).

Seit heute begleitet mich ein Husten. Vermutlich – und hoffentlich – nur von der allgegenwärtigen A/C hier. Und der Jetlag wirkt (natürlich) noch immer. Begleiterscheinungen einer Weltreise…

14.04.24 – Tag 120 Kauai

Die letzte Nacht war lang, soll heißen ich habe mich mal richtig ausgeschlafen heute. Als ich wach wurde, hatte ich gesehen, dass es sich gelohnt hat. Draußen regnete es ununterbrochen. Schließlich piepte das Handy mit einer Unwetterwarnung, Überflutungen wurden zweimal angesagt bzw vor ihnen eindringlich gewarnt.

Ich fand mich damit ab, nur ein paar Food-Stände aufzusuchen. Der Nachmittag wäre dann aber ziemlich öde gewesen, zumal Waimea sehr klein ist. Ein Glück, dass es noch einmal aufriss. Was auch mal gesagt sein muss: Hawaii ist teuer, das ist bekannt. Allerdings ist in den letzten Jahren wohl irgendwas passiert, dass die Preise deutlich gestiegen sind. Ein Smoothie für 10€, in Sydney waren es noch 5€ und in Südostasien etwas mehr als 1€. Normal ist das nicht. Vor 7 Jahren hatten wir nicht das doppelte Niveau von Deutschland geschweige denn von Sydney…

Ich wagte schließlich noch den Trip an die Nordküste. Ich konnte nicht alle Punkte erreichen, die ich erreichen wollte. Ein Strand blieb bspw. hinter private properties verborgen. Aber immerhin war der Kilauea Leuchtturm zu sehen und einige tolle Punkte auf der Strecke gab es auch zu sehen. Das bietet Hawaii definitiv immer.

Zum Ende des Tages hin zeigte sich sogar die Sonne und es gab einen schönen Sunset am Pier hier direkt um die Ecke. Ein sehr schöner Abschluss des Tages.

15.04.24 – Tag 121 Kauai

Aloha von meinem letzten vollen Tag auf Kauai. Es ist mal wieder extrem schade, diese Inseln verlassen zu müssen, da ich grad im Aloha-Lifestyle ankomme. Aber mein Budget wird extrem erleichtert sein – im doppelten Sinne.

Ich habe mich noch einmal ausgeschlafen. Und wurde bei schönem Sonnenschein wach. Perfekt, um heute den Südteil der Insel zu erkunden.

So begann ich auf der Kauai Coffee Farm. Dort gibt es ein gratis Coffee Tasting und der Kaffee ist echt gut. Dafür ist’s im Bistro dann wieder „normal“ teuer 😉aber sehr interessant, den Weg des Kaffees zu verfolgen. Alles deutlich industrieller und automatisierter als ich es in Tansania erleben durfte (Video dazu s. YT).

Durch den Tree Tunnel ging es an die Küste zum Spouting Horn, das imposant Wasser in die Höhe schießen lässt. Da walten ganz schöne Kräfte…

Etwas ruhiger ging es dann an den Stränden zu… dachte ich mir zumindest. Der Shipwreck Beach und der Poipu Beach sind extrem touristisch, was mich auf Kauai nun ehrlicherweise überraschte. Aber gut, nach paar Regentagen hatte jeder die gleiche Idee. Am Poipu Beach waren Schildkröten an Land und eine Mönchsrobbe. Es ist immer wieder beeindruckend solche – leider gefährdeten – Tiere zu beobachten.

Zum Lunch gab‘s noch ein letztes Mal traditionell Hawaiianisch Ahi-Fisch. Im Anschluss habe ich noch ein letztes Mal Shave Ice genossen. Schließlich machte ich mich noch ein letztes Mal auf in den Waimea Canyon, ist das Wetter heute doch noch einmal erheblich schöner. Und es passte grad noch so ehe im Canyon wieder der Regen einsetzte.

Es war mal wieder schön auf Hawaii. Mahalo und bis zum nächsten Mal.

USA CA

16.04.24 – Tag 122 CA San Diego

Heute stand wieder ein Transfer an, ein Inlandsflug von insgesamt über 6 Stunden Dauer. Ich habe den Rest des Pazifiks überquert und bin nun in San Diego, Kalifornien.

Es fühlte sich ein wenig schon nach Rückkehr an. Sowohl Kalifornien als auch den Abflug aus Honolulu gen Mainland kannte ich ja schon.

Der Flughafen auf Kauai ist abenteuerlich klein. Ich bin zuerst in den Security Check gelaufen, der direkt am Eingang ist. Der Checkin wäre aber daneben gewesen. Der Flughafen ist klein… daher waren die Wege auch kurz und alles ist gut.

Natürlich wird in SD direkt die nähere Umgebung erkundet – bin ja mitten im Gaslamp District. Kleine Einstimmung auf die kommenden Tage auf der anderen Seite der Grenze mit Taco und Tequilla 😎

Morgen steht aber erst einmal San Diego an – sicherlich mit ordentlich Jetlag (nochmals +3h). Dafür dann abends ein Wiedersehen nach 5 Jahren

17.04.24 – Tag 123 San Diego

San Diego soll eine der schönsten Städte in den USA sein. Das wollte ich heute doch mal erfahren.

Da ich nur einen Tag habe, holte ich mir ein Hop on Hop off-Ticket. Die Preise sind auch auf dem Mainland seit der Pandemie offenbar explodiert.

Die komplette Tour dauert circa eine Stunde. Ich habe mich für einige Halte entschieden: Oldtown, Balboa Park und Seaport Village. Ich hätte locker noch mehr machen können. Aber SD will halt an mehreren Tagen erkundet werden. Für mich ist es nur ein Akklimatiserungsstopp zwischen Hawaii und México.

Wie ich in Oldtown merkte, war México tatsächlich schon sehr nahe inzwischen. Aber auch die Geschichte des „Wilden Westens“ ist hier deutlich spür- und erfahrbar. Darauf ein wenig was mit Avocado zum Brunch. In den USA natürlich mit reichlich Nachos. Es ist sehr lecker, aber die Esskultur kommt mir nach den Erfahrungen der letzten Stationen nicht mehr so komplett entgegen. Definitiv eine Erkenntnis der Reise…

Im Balboa Park, der nicht mit Rocky verwandt ist, zog es mich in den japanischen Garten und schließlich noch auf den zentralen Platz. Der Park ist riesig und könnte schon gut einen halben Tag für sich beanspruchen.

Weiter ging es dann, wieder mit dem Trolley natürlich, in Richtung Seaport Village. Dort spazierte ich entlang der USS Midway, wo der Heldenstolz der USA stark zu spüren ist. Die ikonische Statue des Kusses des heimkehrenden Matrosen darf natürlich nicht in meiner Selfie-Sammlung fehlen 😎

Der Tag ist damit auch so gut wie rum. Ein paar Highlights konnte ich erkunden, einige nicht. Das „Hotel California“ bzw. das Hotel Coronado habe ich bspw. nur im Vorbeifahren besichtigt. San Diego bietet einiges und ist tatsächlich eine der sehr schönen Städte in den Staaten. Definitiv was für die Bucketlist.

Mexiko

18.04.24 – Tag 124 Cancun

4 Monate

Heute vor exakt 4 Monaten ging der Flieger gen Tansania und meine Weltreise startete. Immer weiter ging es gen Osten und schließlich bin ich inzwischen im Westen angekommen. Die Erde ist rund – und das ist auch gut so 😉

Heute ging es mit dem Flieger von San Diego nach Dallas und von dort nach Cancun. Ich habe damit mein 13. Land auf der Weltreise erreicht und mein 52. insgesamt (dem Reisepass sieht man es deutlich an, er sieht sehr „mitgenommen“ aus). Mit Lateinamerika erreiche ich den 7. von 9 Kulturkreisen auf meiner Reise (BTW, Europa ist der 9.). In Dallas war ich nur noch rund 8.300km von der Heimat entfernt. Hier in Yucatan wieder etwas weiter, aber nur noch 7h Differenz, in San Diego waren es noch 9.

Warum ein wenig Statistik? Heute lag nur der Transfer an, da ich zwei Flüge benötigte. Ich habe es so gewählt, da direkte Verbindungen entweder zu teuer wären oder die Airline nicht grad rühmlich ist…

Angekommen in Cancun gab es direkt den nächsten Kulturschock, die Taxi-Angebote glichen einem Basar. Zum Glück hatte ich einen Transfer, der allerdings auf sich warten ließ. Ich muss mich wieder daran gewöhnen und mich daran erinnern, dass Pünktlichkeit hier keine Tugend ist. Spanisch wird vermutlich das kleinste Problem werden 😉

Angekommen in der Unterkunft, machte ich mich direkt auf den Weg, etwas zu essen. Die paar Kekse im Flieger waren nicht wirklich schmackhaft. Die Tacos dafür umso mehr und das Restaurant war herrlich mexikanisch. So muss Lateinamerika sein.

Bienvenido a México

19.04.24 – Tag 125 Valladolid

Mit dem Bus ging es heute nach Valladolid und damit auch wieder in der Zeitzone -1h zurück und das bei gerade einmal 2,5h Busfahrt. Immerhin diesmal in eine günstige Richtung für mich 😎

Morgen geht es früh raus. Und das dann direkt zu dritt mit einem Pärchen, das ich im Bus kennenlernte und die gleichen Pläne für morgen hat. OK, Valladolid ist schließlich der Ausgangspunkt für Chichén Itzá.

Tagsüber stand heute erst einmal die Erkundung des Örtchens an. Viel gibt es hier nicht, es ist einfach schön an sich. Der Schriftzug vor dem Kloster ist vielleicht ein kleines Highlight. Aber den Weg dorthin schmückten Grafittis mit „Zona Mexicana“ und Touristenpolizei war hier und da. Also besser wieder zurück in den pittoresken Ortskern.

Dort gibt es auch wieder einen zentralen Platz. Genau mein Ding. Und hier spielt sich offenbar ab später nachmittags das Leben ab.

Natürlich darf ein traditionelles Essen hier nicht fehlen: Panuchos con Cerveza y Mezcal 😎die Leichtigkeit können sie 😎Viva México

20.04.24 – Tag 126 Valladolid

Es war mal wieder ein Tag voll mit Highlights. Direkt morgens ging es – heute zu Dritt – zu einem der nächsten (nach Taj Mahal) neuen sieben Weltwunder, nach Chichén Itzá, der bekannten Stufenpyramide. Ein beeindruckendes Bauwerk und definitiv ein tolles Fotomotiv hier und da 😎und Sinnbild der alten Maya-Kultur.

Nachdem wir den Komplex komplett erkundet haben, ging es zur ersten Cenote unweit von Chichén Itzá: Ik Kil. Wir ließen es uns nicht nehmen, uns zu den Fischen – und evtl weiteren Bewohnern des Gewässers – zu gesellen. Es war erfrischend und definitiv beeindruckend.

Die nächste Cenote haben wir nur als Fotomotiv gewählt: Suytun, die wohl bekannteste der Cenoten. Es war zwar kein Gedränge, aber viele nutzten es tatsächlich nur für ein paar Fotos…

Spontan entschieden wir uns, noch nach Rio Lagartos zu fahren. Vorgestellt hatten wir uns einen Pink Lake und Flamingos. Letztlich wurde es mehr und ein kleines Abenteuer in Form einer zweistündigen Bootstour, auf der es nicht nur Flamingos gab, sondern auch Störche, Pelikane und Krokodile. Zu diesen Bewohnern gesellten wir uns definitiv nicht ins Wasser.

Spontan ist doch am schönsten 😎bei einem mexikanischen Essen klang der Abend schließlich aus. Morgen geht’s auch schon wieder weiter – aber innerhalb der Region und der Bus wartet wieder.

21.04.24 – Tag 127 Tulum

Transfer… aber nur „um die Ecke“ mit dem Bus von Valladolid nach Tulum. Immerhin eine Zeitzone mal wieder gesprungen. Aber das kenne ich ja inzwischen nur all zu gut.

In Tulum angekommen war heute nur ein Erkunden per Spaziergang angesagt. Dieser wurde aber durch den Hunger unterbrochen. Und so gab es (sehr scharfe) Enchiladas und ein wenig Mezcal. Als Dessert… nun gut, ich habe es nicht verstanden. Der Ehrgeiz des Klugscheissers, alles auf Spanisch machen zu wollen, hat mir einen Schokokuchen beschert 😉ob der Schärfe des Hauptgangs war das auch OK und nötig. Schokolade hatte ich ja verstanden 🙃schließlich setzte ich nach 2 Mezcals die Erkundung Tulums fort, nachdem ich während des Essens schon mal potenzielle Touren studierte.

Nun aber erstmal Beine hoch und ausruhen. Nachher geht’s noch ein wenig in das Nightlife von Tulum, das verspricht bunt und laut zu werden. Happy Hour, Pool Party, Live Musik, Electro Beats etc. locken in unmittelbarer Nachbarschaft. Ob ich da fehlen „darf“…? Gucken geht ja zumindest immer mal 😇

Vergesst nicht, in mein heutiges Video reinzuklicken, in dem ich ehrliche Einblicke einer Langzeitreise gebe: https://youtu.be/ClekeUBAdpA

22.04.24 – Tag 128 Tulum

Relaxday bzw so wie er für mich nach Relaxing aussieht 😉

Zunächst habe ich mich ausgeschlafen, zumindest so gut es hier an der Hauptverkehrsstraße ging. Das tat auch mal wieder gut.

Über die Mittagshitze erkundete ich dann die Ruinen von Tulum. Das ist dann die Konsequenz, wenn man zu lange schläft 😉aber es ist ok. Es war ein gemütlicher Spaziergang durch die Anlage. Da ich nicht entsprechend ausgerüstet war, habe ich aufs Schnorcheln verzichtet und mich mit den Ruinen begnügt. Es ist wie Chichén Itzá, nur in sehr viel kleiner. Der Park liegt dafür aber direkt am karibischen Meer, was auch eine tolle Kulisse ist.

Apropos Meer… dahin geht es dann morgen. Denn da habe ich mir die Schnorcheltour gebucht. Versprochen wurde einiges, die Bewertungen und Bilder sehen jedenfalls gut aus. Den Rest des Tages heißt es nur noch relaxen und nachher noch eine Kleinigkeit mexikanisch essen gehen 😎

Übrigens sollte ich es mir tatsächlich mal überlegen, Reisefotograf für andere Touristen als Nebenjob zu machen 😂nicht nur, dass ich ständig gefragt werde. Es macht beiden Seiten Spaß

23.04.24 – Tag 129 Tulum

Zwangspause

Statt schöner Bilder der Unterwasserwelt gibt’s nur ein Foto des einzigen Ziels für heute. Ich brauche Elektrolyte und da hilft der 7eleven schräg gegenüber.

Seit dieser Nacht rebelliert mein Magen extrem. So lecker das mexikanische Essen auch ist, es ist nicht so gut für meinen Magen. Zum Glück aber kein Fieber.

Auch die Füße werden es danken, wenn es heute keine Action gibt. Morgen geht’s ja direkt wieder weiter.

24.04.24 – Tag 130 Playa del Carmen

Zwei Drittel sind inzwischen schon rum.

Gestern Abend kam dann doch noch leicht Fieber mit hinzu. Aber dadurch, dass ich den ganzen Tag nur im Bett verbrachte, ging es heute wieder halbwegs. Gut, dass ich zwei Drittel gesundheitlich gut geschafft habe. Schlecht, dass es ausgerechnet in México ist. Vermutlich war es ein Infekt. Aber wie auch immer, es geht weiter 😎

Heute fuhr ich mit dem Bus nach Playa del Carmen. Durch die körperlichen Einschränkungen war ich leicht benebelt. Aber ich ging heute wieder alles sehr langsam an.

Angekommen im Hotel erfuhr ich, dass das für mich reservierte Zimmer einen Wasserschaden hat. Daher musste ich in das Schwesterhotel verlegt werden. Im Grunde ein Upgrade, wie sich dann herausstellte 😎

Um fürs morgige Schnorcheln und den Flug übermorgen fit zu sein, kümmerte ich mich heute nur um die Wäsche und suchte eine Apotheke auf.

Letztlich schlenderte ich noch ein wenig durch die Stadt und zum nahegelegenen Strand. Die Stadt ist bunt und quirlig. Und ich merke, dass die Strategie des Ignorierens auf „Amigo, Happy Hour“ auch nach 4 Monaten wohl noch die beste ist. Es ist auf jeden Fall eine Menge los hier – jedoch nicht für mich heute.

Der Strand ist recht schön – Karibik eben. Türkisfarbenes Wasser, heller Sandstrand, Palmen… und eine Menge Touris und laute Musik. Schade, aber es ist schließlich eine Touri-Hochburg und kein Naturidyll

25.04.24 – Tag 131 Playa del Carmen

Die Bilder sehen nicht gut aus, so wie ich selbst auch aktuell. Der Infekt ist noch immer da. Daher habe ich mich nun entschlossen, die Pharma-Keule aus meiner Reiseapotheke anzuwenden. Ich hoffe, es hilft. Sonst muss ich auf das angeblich sehr gute Gesundheitssystem in Costa Rica setzen.

Morgen steht ein Flug an und der nächste Roadtrip startet. Da will ich fit sein. Daher ist heute definitiv gar nichts mehr angesagt. Zumal ich mich ohnehin nicht weit bewegen kann aktuell, ohne Bedarf an Toilettenpapier zu haben 🥴 ich hoffe, die Medizin wirkt nun und morgen geht’s dann richtig bergauf.

Malaria ist eigentlich auszuschließen, zu lange ist das letzte Risikoland her. Fijis waren vor 30 Tagen, aber dort gibt es keine endemischen Fälle.

Wie mir gestern bewusst wurde, liegt Südostasien vom Längengrad her auf den Antipoden meines aktuellen Ortes. Gedanklich ist es noch so nahe…

Costa Rica

26.04.24 – Tag 132 Transfer/ San Jose

Der Zustand scheint sich dank Chemie-Keule zu stabilisieren 🙏

Daher konnte ich heute auch ohne große Probleme die beiden Flüge antreten. Der erste ging über Kuba und die Keys hinweg nach Miami. Dort hatte ich wenigstens noch einmal Zugriff auf (überteuerte) US-amerikanische Medikamente.

Der zweite dann wieder zurück über Kuba nach San José, Costa Rica. Warum dieses Hin und Her? Recht einfach: Flüge, die direkt bzw. geradliniger gingen, waren nicht die sichersten oder eben noch teuerer.

Ich bin dann schließlich gut in Costa Rica angekommen und hier ist nun Pura Vida angesagt. Direkt bei der Mietwagenabholung war es gar nicht so einfach, ein Auto mit Kofferraumabdeckung zu finden. Schließlich bastelte er mir was 😉

Die Fahrt zur Unterkunft war dann auch ein kleines Abenteuer. Im Dunkeln über „Autobahnen“ in einem neuen Land. Licht ist hier nur ne Option 🙈

Angekommen in der Unterkunft merkte ich, dass ich dringend mein Spanisch aufpolieren muss. Sehr nett, aber im schnellen Spanisch wurde ich im B&B empfangen. Durch das Wohnzimmer und Küche zu meinem Quartier 😉dass sie hier klares, aber extrem schnelles Spanisch sprechen, sagte mir zuvor schon der Shuttle-Fahrer.

Heute habe ich erstmalig mal wieder den Atlantik gesehen… Aber erst einmal bleibe ich noch in Mittelamerika und werde auch erst noch den Pazifik besuchen. Costa Rica – Land 14 meiner Weltreise und Land 53 insgesamt. Es verspricht interessant zu werden.

Todmüde falle ich nun ins Bett und morgen geht dann das Abenteuer hier los ¡Bienvenido a Costa Rica, disfruta la Pura Vida!

27.04.24 – Tag 133 La Fortuna

Noch 61 Tage, noch exakt 2 Monate – nur noch… Tempus fugit.

Heute war es aber endlich wieder soweit, dass ich stabilisiert war und von San José weiter nach La Fortuna fahren konnte. Auf dem Weg dahin warteten echte Highlights. La Paz ist nicht nur ein Wasserfall, sondern ein ganzer Park. Die Blue Falls entpuppten sich ebenfalls als eigenständiger Park. Da bemerkte ich dann, dass ich eine Weltreise planen kann, aber definitiv nicht jeden Spot im Detail.

La Paz bietet neben insgesamt fünf Wasserfällen einen kleinen Zoo mit typischen einheimischen Tieren, einige davon sind sogar in freier Wildbahn zu sehen. Zum Glück nur die Harmlosen. Tiere etwas zu nahe hatte ich ohnehin schon in der letzten Unterkunft… die Wasserfälle sind ebenfalls sehr schön anzusehen. Allerdings sind $52 Eintritt schon etwas extrem…

Die Blue Falls sind nur über einen Trail zu erreichen, der Eintritt waren rund 15€. La Paz hatte mich nach meinem Infekt und 90% Luftfeuchtigkeit und seinen vielen Stufen eigentlich schon genug durchnässt.

Der Trail zu den Falls entpuppte sich jedoch nur als „Zubringer“ zu insgesamt sechs Falls, wovon vier mindestens mittelmäßig anstrengend sein sollen. Wie schon gesagt… langsam, damit dieses Schöne nicht das letzte Schöne sein wird. Ich besichtigte zwei, die leicht zugänglich sein sollen, mich aber heute zum zweiten Mal komplett durchschwitzen lassen haben. Der Anblick ist jedoch atemberaubend. Zum schwimmen hatte ich keine Klamotten dabei und wie gesagt, ich will es langsam wieder steigern.

Costa Rica bietet eine sehr schöne und beeindruckende Natur. Die Essenskultur habe ich abends nur kurz angetestet und habe das nahe organische Restaurant aufgesucht. Sehr lecker, aber auch wieder echt nicht günstig. Aber ich war ja vorgewarnt…

28.04.24 – Tag 134 La Fortuna

Ich habe ihn ruhig angehen lassen. Die noch nicht vollständig vorhandene Energie wurde gestern komplett aufgebraucht.

Daher ging es heute auf den Sloth Trail, ein sehr einfacher ebener Weg mit Faultier-Garantie. Das kommt mir mehr als gelegen, da das doch etwas ist, was ich hier sehen will 😎

Der Guide hat die Tiere entdeckt, wo ich mit bloßem Auge niemals gedacht hättet, dass dort etwas anderes als Bäume sind. Er hat aber noch deutlich mehr Tiere gesehen als nur die Faultiere. Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen, ist doch jedesmal wunderbar.

Der Arenal Vulkan ließ sich eh kaum blicken. Daher wollte ich erst recht keine Wanderung unternehmen. Die Fahrt zu einem Viewpoint erwies sich als Fehler von Google Maps. Oder aber es wittert jemand ein großes Geschäft, ausgerechnet dort einen abgesperrten Bereich mit Jetski-Vermietung zu errichten. Zumindest vom Trail hatte ich ihn ja schon ein wenig gesehen.

29.04.24 – Tag 135 Rio Celeste

Die Normalität muss wieder her. Und dazu muss ich beim Essen versuchen, anzufangen. Also erst einmal noch in dem Restaurant von vorgestern in Ruhe gefrühstückt und direkt wieder connected. So schmeckt‘s immer am besten.

Die Fahrt brachte mich heute nach und zum Rio Celeste. Dem geneigten Fußball-Fan wird bei „celeste“ wahrscheinlich das Himmelblau der Argentinier in den Sinn kommen. Und genau diese Farbe versprach der Fluss – der Rio Celeste – auch zu haben.

Die Wanderung zu den Fällen bzw. dem Fall dauerte circa eine halbe Stunde. Es ging aber letztlich hier und da etwas steil hoch bzw runter. Bei knapp 30 Grad und 70% Luftfeuchte und meinem aktuellen Energielevel wurde mir da einiges abverlangt und ich schwitzte ohne Ende. Ich beließ es heute dann auch bei diesem Wasserfall.

Der Wasserfall ist wunderschön und wieder einmal in schönstes hellblaues Wasser hinabstürzend. Die Natur bietet so viele schöne Plätze. Und das ist definitiv einer davon. Alle Strapazen waren dort angekommen – bis zum Rückweg – vergessen. Wirklich wunderschön 😍

Das Ticket für den Park muss online vorab gebucht werden. Nicht so einfach mitten in der Natur. Gut, dass es mir in der Unterkunft gesagt wurde, wo zumindest WLAN vorhanden ist.

Meine Unterkunft liegt irgendwo im Nirgendwo. Ohne Klimaanlage 🥴 aber dafür mit Hängematte und tollem Blick in die Natur. Da ich ohne Haustiere angereist bin und es auch bleiben will, ist die Tür nun nach Einbruch der Dämmerung definitiv verschlossen

30.04.24 – Tag 136 Rincon de la Vieja

Eine nur recht kurze Fahrt nach Liberia stand heute an. Ich nutze diesen Tag, um komplett zu entspannen. Morgen steht wieder eine Wanderung an, welche exakt weiß ich noch nicht 😎 auf alle Fälle im Rincon de la Vieja.

Auf der Fahrt lag ein Wasserfall, der Llanos des Cortés. Er ist gewiss kein Highlight auf meiner Tour, aber er war sehr einfach zu erreichen und hat zumindest eine schöne Umgebung mit dem Dschungel. Dazu ein wirklich sehr kurzer Trail – gerade einmal 100m die Treppen hinab.

An dem Wasserfall besteht die Möglichkeit, zu schwimmen. Ich habe mich damit begnügt, nur ein wenig zu gucken und die Umgebung auf mich wirken zu lassen. Weiter ging es dann in meine Unterkunft für die kommenden zwei Nächte.

Heute werde ich nur noch ganz in Ruhe etwas essen. Vermutlich greife ich auf europäisches Essen zurück. Mein Magen verträgt das sicherlich besser. Aber letztlich entscheide ich spontan, denn typisch Costa Ricanisches Essen hatte ich bisher ja auch noch nicht.