01.02.24 – Tag 46 Yulara

Ein kurzer Transfer von 3 Stunden mit dem Flieger. Inzwischen mutet das ja nach Kurzstrecke an. Über bizarre Landschaften ging es mitten rein in das rote Herz Australiens. Nun habe ich auch einen Mietwagen und werde diesen ab morgen nutzen, um herrlich flexibel zu sein hier vor Ort.

Wie immer erst einmal die nähere Umgebung erkundet. Dabei das Café hier im Resort Square genutzt und schließlich beide nahegelegenen Lookouts kurz erkundet.

Nachher steht noch ein Stargazing an und an die über 35 Grad will ich mich erst einmal langsam gewöhnen wollen. Immerhin durchquere ich nicht nur die Zeitzonen und Kontinente, sondern auch die Klimazonen. Apropos Zeit… hier bin ich nun wieder um 1,5h an Europa herangerückt.

Dennoch werde ich gleich mal noch einen Outlook mit dem Auto anfahren. Man kann sich ja nicht satt sehen. Überdies ist es eine gute Gelegenheit, sich hier draußen im Outback in aller Ruhe an den Linksverkehr als Selbstfahrer zu gewöhnen.

Übrigens ist es hier nun das Gegenteil von Südostasien. War dort doch nur Bares Wahres, ist es hier das Plastikgeld.

Stargazing war noch auf dem Plan. Es gab eine Menge über griechische Mythologie zu lernen. Etwas zu wenig Astronomie 😉dafür aber der Blick durchs Teleskop. Und noch wichtiger ein wundervoller Sternenhimmel und die Milchstraße sowie der Magellan-Haufen zeichneten sich leicht ab. Auch das Kreuz des Südens war natürlich sichtbar.

02.02.24 – Tag 47 Yulara

Heute ging es sehr früh raus, um den Sunrise am Uluru zu sehen. Hätte etwas früher sein können, aber das Farbspiel der Orange-Töne ging dann ja erst los. Direkt im Anschluss ging es dann zum Base Walk um den Uluru herum. Da hatte es noch angenehme 25 Grad morgens um 6:45. Der Walk sollte ohnehin bis 11 abgeschlossen werden, da die Trails dann geschlossen werden. Zu groß die Gefahr der Dehydrierung bei 40 Grad und dann deutlich unter 10% Luftfeuchtigkeit.

Ich lag aber so gut in der Zeit, dass ich es noch zu den Olgas/ Kata Tjuta ins Valley of the Winds zum Karu Lookout schaffte – und zurück noch vor 11.

Inzwischen stieg die Temperatur auch schon wieder deutlich über 30 Grad an und ich suchte das Café im Town Square und den Pool hier auf. Nachmittags dann gratis Laundry und im Zimmer bei AC kühlen für das Abendprogramm. Da gibt es vermutlich wieder ein extra Posting.

Im Town Square sind die Servicekräfte von der Indigenous Training Academy. Eine tolle Sache, dass den jungen Menschen eine Perspektive im Job geboten wird. Doch vor dem Café sitzen ältere indigene Frauen, die ihre Kunst anbieten. Ihnen geht es offenbar nicht so gut und das Lächeln tragen sie trotz ihrer Freundlichkeit nicht nach außen. Anscheinend werden sie vor den Läden nur geduldet. Es gibt leider auch immer eine Kehrseite der Medaille. Hier wird sie offensichtlich.

Field of lights dinner. Welch ein großartiges Erlebnis. Erst den Sonnenuntergang zwischen Uluru und Kata Tutja bestaunen können bei Canapés und Sekt, dann ein Dinner im outback bei schon sehr tollen Gesprächen und schließlich das Highlight. Bzw. eher no light on the ground. Ohne Lichtverschmutzung zeigte sich die Milchstraße am Firmament. Atemberaubend war es mal wieder, das zu sehen. Auf den Bildern kommt es nur halb so gut rüber. Schließlich noch der Spaziergang durchs Field of lights. Da gibt’s nur ein Wort: Wow!

03.02.24 – Tag 48 Yulara

Ein Viertel der Reise ist inzwischen absolviert. Als wir gestern in der Runde der Reihe nach sagten, was wir „for living“ machen, kam spontan „traveling…. Well… basically…“ Ja, man kann sich an Zustände gewöhnen, erst recht wenn sie einem so viel bieten. Aber Tag 48 ist kein Tag für einen Rückblick, das kommt erst später 😉

Heute Vormittag habe ich ausgeschlafen und bin denn zum Mutitjulu Waterhole am Uluru gefahren und anschließend ins Culture Center – wo natürlich ein Deutscher arbeiten musste 😉im Culture Center – wie auch schon am Uluru an vielen Stellen – ist das Fotografieren „nicht gewünscht“. Ob wir in Deutschland dafür ein eigenes Gesetz hätten? Mindestens aber Verbotsschilder im besten Amtssprech…

Die Geschichte der Aborigines und der Einwanderer ist hoch interessant und das Verständnis dieser gehört zu einem Besuch im roten Zentrum Australiens mit einem Rundgang im Culture Center dazu. Ihnen wird dort wortwörtlich eine Stimme gegeben. Im Resort am Town Square kommen nicht nur Didgeridoo-Klänge, sondern mitunter auch – vermutlich – Ausschnitte aus Ansprachen von Premiers, die um Verzeihung bitten. Dieses Land erkennt seine Schuld, weiß aber damit umzugehen.

Zurück zum Schönen und der Reise an sich. Erholung am Pool in der Mittagshitze war angesagt. Immerhin versagten zwei von drei Kameras aufgrund von Hitzeproblemen. Ich wollte nicht auch noch selbst versagen und kühlte mich ab. Abends ging es dann zum Sunset. Ein Schweizer Pärchen hatte die gleiche Idee, den Parkplatz bis zum Ende zu fahren und wir waren uns einig, dass „Down under“ in der Acoustic Version (https://youtu.be/FG7CUPcc7l0) vom Handy zur Stimmung passte 😎ein toller Abschluss für diese Location. Morgen geht’s wieder zurück an die Ostküste.

PS: Sorry für diese Menge „gleicher“ Bilder, aber er ist einfach beeindruckend und ich kann es verstehen, dass dieser Berg für indigene Völker eine Bedeutung hat und als magisch verehrt wird.

04.02.24 – Tag 49 Yulara/ Sydney

Durch 7 teilbar… da war was. Oha, schon 7 Wochen sind nun rum. Am hiesigen Journaling merke ich es immer. Heute war wieder Transfer angesagt. Aus der 40 Grad heißen und 10% trockenen Wüste ging es weiter zurück an die Küste. Sydney hat mich wieder 😎so ging es dann abends zum Italiener, den auch schon del Piero und de Vito besuchten, und zum Opernhaus. Welch toller Anblick, aber das Bier kostet hier auf Oktoberfest-Niveau. OK, nimmt man mal eins mit 😉Flair aufsaugen und weiter dann.

Sonst gab es noch typische Touri-Bilder am Harbour bei Nacht. Morgen geht es wieder auf Erkundung. Und Verabredungen sind auch schon gemacht. Welcher Wochentag ist eigentlich? Ach ja, eine volle Woche ist rum, es muss Sonntag sein…

05.02.24 – Tag 50 Sydney

Heute erst einmal länger geschlafen, ich habe ja alle Zeit der Welt. Sydney ist berühmt für das Opernhaus und die meisten Touris tummeln sich auch dort.

Ich bin heute mal abseits dieser Pfade unterwegs gewesen und habe Darling Harbour, den Fish Market, Chinatown und den Hyde Park besucht. Auch schöne Orte, wenngleich sie nicht den Glamour wie das Opernhaus haben. Trotzdem war es ein lohnenswerter Spaziergang durch die Stadt. Morgen ist ein Tag am wohl berühmtesten Strand hier angesagt und dazu noch zu zweit in Begleitung.

Tag 50 – Es ist mal wieder Zeit für ein paar Gedanken zur Reise.

Was macht das alleine reisen mit mir? Ich hatte mir im Vorfeld ja auch schon genau dazu Gedanken gemacht und diese auch auf meinem Kanal geteilt. Es ist herrlich, alleine und frei in allen Entscheidungen sein zu können. Fast täglich treffe ich neue Menschen und connecte mich immer wieder aufs Neue. Das macht Spaß. Allerdings macht es auch etwas nachdenklich. Bin ich zwar nicht alleine, aber einsam…? Das Gefühl beschleicht mich gelegentlich, wenn es wieder mal den üblichen Austausch gab, wo man vorher war, wohin die Reise weitergeht und dass ich aktuell ein für die meisten Reisenden unvorstellbares Abenteuer mache. Das macht mich aber auch wiederum stolz und dankbar – ich bin 6 Monate auf Weltreise. Es ist gar nicht so übel, so viel Zeit mit sich selbst verbringen zu dürfen und zu können.

Im Vorfeld habe ich sehr viel geplant, rund 15 Videos zur Planung konnte ich auf YouTube bereitstellen. Wie gut ist die Planung nun aber in der Umsetzung? Ich bin froh, sehr vieles im Vorfeld recherchiert zu haben und nun den Kopf frei zu haben. Manches läuft eben nicht so wie geplant und vor allem kann man das Wetter bekanntlich nicht verbiegen, es ist eben so wie es ist. Die Gesundheit ist im Großen und Ganzen stabil, da bin ich auch sehr froh und dankbar. Die kleinen Blessuren sind halt vorhanden, aber nicht weiter der Rede wert. Eine größere Abweichung zur Planung habe ich jedoch. Ein Rucksack fliegt nun stets als Aufgabegepäck mit. Es ist einfach praktischer, wenn man am Flughafen in der Lounge sitzt und vor allem, wenn man die Toilette dort aufsuchen muss…

Vermisse ich etwas? Ehrlicherweise gar nicht so viel. Der ganze Luxus zu Hause ist tatsächlich nur Luxus, den ich nicht wirklich zum Leben brauche. Manchmal wünsche ich mir jedoch mein Bett und/ oder mein Badezimmer statt der vorhandenen Ausstattung. Aber halb so wild, es war alles im Vorfeld bekannt. Etwas mehr Deep Talk wäre hier und da auch gut.

Es gibt viele Begegnungen mit Menschen. Es sind diese Momente, in denen die Kamera dann (meistens) einfach mal aus bleibt. Einige Menschen treffe ich mehrfach. Da kommt dann schon mehr als nur die Oberfläche. Das macht Spaß und ich merke, wie sehr ich mich inzwischen geöffnet habe. Ich hoffe, ich quatsche einige nicht zu voll 😉

Ich habe inzwischen auch sehr viel über andere Kulturen gelernt und wie dominant „unsere“ westliche Kultur die anderen Kulturen verbiegt. Kinder in Vietnam lernen englisch und üben es mit den Touristen. Aber auch die Verdrängung der Aborigines in der Geschichte Australiens spricht für sich. Die asiatische Kultur ist eine sehr herzliche und offene Kultur, das gefällt mir sehr gut. Auch wenn es manchmal etwas wuselig ist. Herzlich war auch Afrika. Menschen, die wenig haben, haben das ehrlichste Lächeln im Gesicht. Das sollte uns zu denken geben, erkennt man Deutsche doch meist daran, dass etwas problematisiert wird…

Wir streben nach so vielem, nach Anhäufung und Status. Aber ist der beste Status nicht Freiheit? Ist das nicht der Wunsch, den jeder haben sollte, wenn er „groß“ ist?

Ich habe vor allem aber auch sehr schöne Orte sehen dürfen, insbesondere Laos hat mich begeistert. Wunderbare Natur und tolle Vibes. Aber das hatte ich an Tag 28 ja bereits resümiert.

Als Bilder daher mal ein Best Of als Mischung aus den schönsten Orten und Momenten mit Menschen, die den Moment dann besonders gemacht haben.

06.02.24 – Tag 51 Sydney

Die Nacht war kürzer als gedacht. Gestern Abend verabschiedete sich die A/C, was hier sehr schnell in Temperaturen jenseits der 25 Grad mündet. Zum Schlafen nicht so schön. Aber ein Vorgeschmack auf die kommenden Jahrzehnte auch in Deutschland… Nun denn, es wurde eine Lösung gefunden und die A/C heute früh repariert.

Zum Nachmittag hin dann zu zweit den Bondi to Coogee Coastal Walk gemacht. Sicherlich wäre es schöner mit Sonne gewesen. Aber das ist nicht zu steuern und der Ausblick ist auch so sehr schön gewesen. Der Walk an sich ist ohnehin schon eine schöne Erfahrung. Und etwas mehr Deep Talk gab es dazu heute auch mal, was ich gestern noch monierte 😉

Da es etwas regnerischer ist, werde ich den Abend wohl im Hotel in Ruhe ausklingen lassen. Morgen wird es noch mal gemütlich in Sydney ehe der Roadtrip beginnt

07.02.24 – Tag 52 Sydney

Heute ging es nochmal ganz ruhig in Sydney zu. Da die Fenster des Zimmers ein extra Outdoor-Vergnügen ob ihrer Undichtigkeit bereiten, war nicht all zu viel mit Ausschlafen. Das typische Sydney-Ampelgeräusch ist halt echt fies.

Mit der Fast Ferry setzte ich über zum Manly Beach und spazierte dort an der Küste entlang und genoss Seafood so wie den Blick auf die Surfschulen, die die Wellen genossen oder auch damit kämpften… ein schöner Vormittag an der See 😎

Zurück am Circular Quay kam sogar die Sonne ein wenig raus und ich saugte das Flair dort noch einmal auf. Schließlich ging ich noch zum Macquires Point, an dem Brücke und Opernhaus noch einmal in umgekehrter Konstellation zu den Ausblicken der vorherigen Tage standen.

Sydney wirkt wie New York, nur eben in klein und irgendwie noch lockerer. Das macht sich auch an der Architektur bemerkbar, ist sie doch hier und da etwas verspielter.

Ich habe mich inzwischen wieder fast an die Stadt gewöhnt. Nur kommen mir Menschen im Business-Dress ungewohnt und komisch vor. Zu viel Homeoffice…? Oder grad zu wenig zu Hause aktuell? 🤷

Wie auch immer… morgen kommt ein weiterer neuer Teil der Reise hinzu. Es geht auf einen 2-wöchigen Roadtrip und damit vorerst wieder raus aus der Stadt und rein in die Natur. Laut Vorhersage wird es nicht zu heiß, was ganz gut ist. Hoffentlich aber nicht zu kalt. Wobei es im Vergleich zur Heimat – und auch ganz allgemein – hier eh Sommer ist.

08.02.24 – Tag 53 Sydney/ Katoomba

Die letzte Nacht war schrecklich laut in dem Hotel in Sydney. Aber sehen wir es positiv, ich war schließlich in Sydney. Heute früh dann den Mietwagen abgeholt und auf Roadtrip-Modus umgeschaltet. Ich habe einen Toyota Yaris Hybrid, gut bzw immerhin besser für die Umwelt 👍so saß ich schließlich im gestarteten Wagen und fragte, wie er eingeschaltet würde, kenne ich doch nur die reinen Verbrenner oder E-Fahrzeuge.

Ok, zum Wesentlichen. In rund 2 Stunden war ich dann in den Blue Mountains und war froh, dass es nicht so eine Hitze war. Allerdings hätte ich nicht unbedingt Nieselregen gebraucht. Aber alles besser als Buschfeuer und Waldbrände. Und dafür sorgt die aktuelle ungewöhnliche Kaltfront.

Die Natur ist dennoch beeindruckend schön. Es erinnert mich total an den Blyde River Canyon in Südafrika. Nur lag ein Dunst über den Bergen, der eigentlich leicht bläulich ist wegen der ätherischen Öle der vielen Eukalyptus-Bäume. Ich bildete mir ein, er war heute auch leicht bläulich und es duftete latent nach Eukalyptus 😉nur die Koalas muss ich noch weiterhin suchen.

Der Blue Mountain Nationalpark ist noch viel größer als die wenigen Trails, die ich gelaufen bin. Hier könnten einige Tage mit immer wieder neuen Ecken verbracht werden. Ich habe mich mit den Highlights in und um Katoomba für einen Tag begnügt.

An jetzt gibt es jeden Tag einen neuen Ort bis Melbourne. Das wird herausfordernd, komme ich doch seit Kambodscha nicht mehr klar, in welchem Land und welchem Kulturkreis ich doch grad bin. Aber ich mache es mir einfach: Ich bin auf Weltreise

09.02.24 – Tag 54 Wollongong

Heute zunächst ein wenig im Royal Nationalpark gewandert, aber die Highlights hätten definitiv zu lange gedauert. Also andere Highlights gezogen 😉

Der Wattamolla Beach war definitiv so eines. Ist er doch eine Flussmündung in den Ozean, die auf einer Seite eher wie ein stehendes Gewässer wirkt und auf der anderen Seite dann wie ein gewöhnlicher, aber sehr schöner Strand.

Weiter ging es dann gen Süden über den Grand Pacific Drive mit vielen tollen Viewpoints. Er erinnert stark an den Highway 1 in California oder den Chapman‘s Peak Drive in Kapstadt. Sehr schön auch die Seacliff Bridge, die dem geneigten USA-Fan auch irgendwie bekannt vorkommen dürfte 😉sehr schöne Route auf jeden Fall.

Schließlich noch ums Auto gekümmert, das eine Inspektion brauchte… Dank Sixt ging es dann zumindest binnen 20 Minuten über die Bühne und ich habe wieder freie Fahrt gen Melbourne 😎

10.02.24 – Tag 55 Sussex Inlet

Der Tag startete anders. Ich hatte mal keinen konkreten Plan, was ich heute machen würde, kannte ich doch nur die Adresse des nächsten Motels und hatte ein paar gesammelte Google-Bookmarks.

Der Tag startete in dem Motel, in dem der gestrige Tag aufhörte – logisch. Aber das Motel lud auch definitiv nicht zum Verweilen ein. Ab ging es auf den Highway, mit Tempolimit. Ich fühlte mich so frei wie selten zuvor. Aber gut, darum soll es mal nicht gehen hier 😉

Der erste bookmark war ein buddhistischer Tempel ganz in der Nähe des Motels, dazu gen Süden, wohin sich meine Route erstreckte. Es ist der angeblich größte buddhistische Tempel der südlichen Hemisphäre. Wie passend zum heutigen chinesischen Neujahr. Es ist das Jahr des Drachen, wie alle zwölf Jahre. Auch das war für mich ja ganz passend. Der Nan Tien-Tempel ist nicht ganz so verspielt wie diejenigen, die ich aus Südostasien kannte. Aber dennoch ganz sehenswert und so verbrachte ich dort eine Stunde.

Weiter ging es, standen doch ein Leuchtturm, ein Blowhole und etliche Strände auf dem Plan. Einige lagen im Broderee Nationalpark im Jervis Bay-Territorium, ein eigener kleiner Bundesstaat, um dem Australian Capital Territory (ACT) einen Zugang zum Meer zu gewähren. Das ACT wurde ja für Canberra gegründet, da man sich nicht zwischen Sydney und Melbourne als Hauptstadt entscheiden konnte und dann dann Canberra in die Mitte „hineingegründet“ hat. Insgesamt wohnen hier nur 391 Einwohner.

Die Strände sind wirklich traumhaft schön. Nur leider spielte das Wetter nicht so wirklich mit. Aber Türkis war dennoch zu sehen und die Natur war dennoch beeindruckend. Auf der Suche nach weiteren Strände las ich dann, dass die 391 auf menschliche Bewohner bezogen war und insbesondere Kängurus in deutlich höherer Anzahl vertreten sein sollen. Also wollte ich sie sehen.

Zwei zufällig gewählte Spots gaben dann alles. Am Historic Lighthouse hatte ich eins ganz alleine für mich für mehrere Minuten vor der Linse. Am Caves Beach, der an sich schon sehr schön ist, waren dann etliche ihrer Art anzutreffen. Wow! So schöne Tiere und sie gucken mich an als wollten sie sagen: „Ich halte still, wenn du auch still hältst, habe nur meine Kamera grad vergessen“ 😎

Und ja, ich konnte mich bei den Bildern nicht entscheiden

11.02.24 – Tag 56 Batemans Bay

Tatsächlich schon 8 Wochen unterwegs. Die Zeit fliegt nur so dahin.

Der heutige Tag versprach wenige Höhepunkte auf dem Weg von Sussex nach Batemans Bay. Kündigten sich doch wieder einige Strände an.

Angeblich soll es Kängurus zu sehen geben. Ja, das wäre tatsächlich ein Höhepunkt, diese Tiere am Strand zu beobachten. Ich sollte nicht enttäuscht werden. Sie waren nicht nur zu beobachten, sondern hätten auch gestreichelt werden können, so nahe kamen sie den Menschen und manche taten es dann auch. Ich habe mich aus bekannten Gründen zurückgehalten und durfte sie einfach nur aus nächster Nähe sehen. Wow, das war echt beeindruckend. Daher gibt es heute mal ein paar Tierbilder von mir für Euch 😉

Den Rest des Tages verbringe ich ganz in Ruhe. Immerhin warten noch rund 7 Wochen Roadtrip auf mich. Noch gut eine in Australien, fünf in Neuseeland und fast eine auf den Fijis. Da ist ein wenig faulenzen auch mal wieder gut.

Übrigens kommt nachher das erste Video aus Südostasien auf meinem YouTube-Kanal 😎

12.02.24 – Tag 57 Eden

Heute ging es ohne große Planung los. Ich brauchte gestern Abend eine emotionale Auszeit, überschlugen sich doch die Highlights und plötzlich kamen „nur“ Strände. Also 9 Stunden Schlaf gegönnt und für heute standen wieder „nur“ Strände auf dem Plan.

Aber diese Strände hatten es in sich. Sie gehören definitiv mit zu den schönsten weltweit. Schließlich kam ich noch in einem Motel an, das modern, sauber und aufgeräumt wirkt. Aber es bietet direkt USB neben dem Bett, was nach gestern (Steckdose nicht nutzbar) nötig war. So können heute alle Akkus geladen werden, auch wieder diese für die Kamera.

Auf dem Weg von Batemans Bay hielt ich am Australia Rock. Es ging weiter zum Handkerchief Beach and Scenic Lake, das war er definitiv. Wieder einmal eine Flussmündung in den Ozean mit Strand… wow 😍die Mystery Bay war auch top, aber der Aslings Beach hier in Eden sollte nur ein kurzer Walk werden, toppte dann aber alles. Ich verweilte zwei Stunden und lief zweimal auf und ab – welch ein toller Strand

13.02.24 – Tag 58 Lakes Entrance

Google-Spots abklappern und gefühlt den 27. Beach sehen? Wieder durch einen Wald einen Trail zu einem weiteren Lookout hoch? Heute mal ohne mich. Ich wollte paar Kilometer machen und wurde direkt damit belohnt, da das Thermometer schon morgens über 30 Grad kletterte.

Ich steuerte direkt die nächste Unterkunft an und „hinter“ ihr läge der heutige Höhepunkt: Raymond Island. Angeblich mit Koala-Garantie. Natur garantiert einem ja gar nichts. Das Thermometer erklomm inzwischen fast die 40 Grad und ich setzte mit der Gratis Ferry die 2 Minuten über.

Ich wurde nicht enttäuscht. Auf dem Nature Trail waren einige Koalas zu sehen, sogar eines mit ihrem Jungtier. Sehr niedliche Tiere. Und wie ruhig sie dort in ihrem Baum sitzen und sich von nichts stören lassen. Leider gehören sie zu den bedrohten Arten auf unserem Planeten.

Meine Entscheidung, direkt nach Raymond Island zu fahren wurde belohnt, zieht es doch grad sehr dunkel auf. Alles richtig gemacht und nach den Kängurus nun auch noch Koalas aus nächster Nähe sehen dürfen – WOW!

Ich bin inzwischen näher an Melbourne als an Sydney und auch zeitlich sind inzwischen mehr als 50% in Australien schon rum. Ich habe heute auch den letzten der vier von mir besuchten Bundesstaaten erreicht und fahre statt gen Süden nun gen Westen und nähere mich damit marginal und temporär Deutschland geografisch an. Die Antipoden zu Deutschland folgen aber noch.

58/2 – Das Unwetter, das aufkam, hatte es in sich. Internet ist hier in der Region Melbourne großflächig ausgefallen, teilweise immer noch. Einige 100.000 Haushalte waren/ sind ohne Strom und die Straßen sind voll von umgeknickten Bäumen und abgerissenen Ästen. Ist das noch Wetter oder war es schon Klima?

Ich saß in meinem Camping-Container und bin recht früh los dann heute am nächsten Tag und konnte die Folgen noch überall sehen.

14.02.24 – Tag 59 Fish Creek

Alles wird gut… so zog ich dann heute recht früh weiter, circa eine Stunde eher als sonst. Strom war in der Unterkunft immer noch nicht vorhanden. Auf der Fahrt begriff ich dann, was hier passierte und hörte es auch im Radio. Auch Tankstellen waren fast alle geschlossen.

Ich fuhr weiter zur nächsten Unterkunft. Gut, dass ich während der Fahrt keine Mails checke, hatte sie doch auf fehlenden Strom hingewiesen und etwas später dann doch geschrieben, dass der Strom wieder da ist.

Auf dem Weg hielt ich am 90 Miles Beach. Das Shipwreck war schon ziemlich im Sand verschwunden. Aber rund 145km Strand ist schon außergewöhnlich. Da kann man zwei bis dreimal zum Horizont laufen und wäre dann erst am Ende. Die Wanderung von einem zum anderen Ende ersparte ich mir daher heute getrost und fuhr weiter zum Wilsons Promontory Nationalpark. Im „Prom“ gibt es einige Strände zu sehen, ich beschränkte mich auf zwei und vor allem eine Menge Wildlife. Gut, dass die eine Schlange nur wirklich klein war, schade dass der Papagei (vermutlich!?) zu schnell war und schön, dass die Emus nicht allzu scheu waren 😎 Da wieder Regen aufzog, war ich allerdings zu scheu und beschränkte mich auf diese Punkte. Es tut auch gut, mal wieder nichts zu machen.

15.02.24 – Tag 60 San Remo

Zurück in Europa? Nein, San Remo heißt nur so 😉 aber statt hier in San Remo zu bleiben, bin ich rüber nach Phillip Island gefahren. Ohne große Vorstellungen habe ich mich überraschen lassen. Und das ist gelungen.

Der Morgen begann aber in der Nähe Melbournes an den Mornington Bathing Boxes. Ein kleiner Umweg, aber nicht nur die Boxes, sondern auch mal ein wieder vernünftiges Frühstück lockten – mit Erfolg.

Im Uhrzeigersinn habe ich die Insel umrundet und es gab einiges zu sehen. Vorwiegend Strände, aber diese boten tolle Aus- und Anblicke. Nur die – vermutlich – Sandflies gehörten nicht zu meinen Freunden beim Walk durch die Dünen zum Pinnacle Lookout.

Apropos Wildlife… mir stellt sich bei jedem Tier die Frage, ob es mir was will – Australien halt. Bei den von mir gesichteten bin ich vermutlich sicher und nicht direkt deren Beute 😉

Meine Buchungen habe ich wegen der Buschfeuer umgestellt. Daher fällt der Grampians NP aus und ein weiterer Tag in Melbourne ist ermöglicht. Dadurch wird es bereits morgen sehr entspannt, ehe die Great Ocean Road als weiteres Highlight ansteht.

Und da ich mal wieder westwärts am Strand blicken konnte, versuchte ich mein Glück mit einem Sunset. Leider zu viele Wolken, aber der Himmel sah dennoch toll aus.

16.02.24 – Tag 61 Melbourne

A taste of Melbourne… Heute gibt’s nicht viel zu sagen. Ich bin von San Remo nach Werribee gefahren. Ein kurzer Halt am Brighton Beach, wo es neben Bathing Boxes auch die Skyline von Melbourne zu sehen gab.

Durch Melbourne bin ich aber nur kurz durchgefahren nach Werribee. Hier bleibe ich über Nacht. Um mir die Zeit bis zum Checkin zu vertreiben, habe ich im Wolf on Watton gebruncht. Leider andere Preise als noch in Luang Prabang, aber ist ja auch nicht mehr Laos.

Übrigens ist Melbourne größer als Berlin, aber deutlich angenehmer zu fahren. Die deutsche Hektik und Aggressivität im Straßenverkehr ist eben auch irgendwie unique…

Ach ja, ich bin der erste Checkin heute gewesen, der kein Swifty ist. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, wird sich noch zeigen. Auf jeden Fall heute mal Luft holen für die letzte Etappe in Australien: Great Ocean Road und Melbourne. Und das wird spannend und auch touristy zugleich.

17.02.24 – Tag 62 Apollo Bay

Auf geht’s auf die Great Ocean Road bzw GORD(i), wie ich sie nenne, Teil 1.

Eine richtig tolle Strecke, die sich über einige hundert km erstreckt und nicht an einem Tag gefahren werden sollte. Überall könnte man anhalten, aber besser keine Übersättigung eintreten lassen 😉ich schaute mir wunderschöne Strände mit zum Teil schroffen Felsen an, türkisfarbenes Wasser, das mich auf dem Weg nach Süden begleitete und schließlich gab es auch mindestens einen Wasserfall zu bestaunen.

Auf etwa der Hälfte Strecke verweile über Nacht in Apollo Bay. Hier gibt es den südlichsten Pub „Kontinental“-Australiens und schließlich einen Strand, der noch einmal zum Spaziergang einlud. Ein Eis bei Dooleys durfte natürlich nicht fehlen und ich hätte nicht gedacht, dass Pfirsich so geil schmeckt 😋

Die GORDi ist definitiv eine der schönsten Straßen der Welt.

18.02.24 – Tag 63 Warrnambool

2 Monate

9 Wochen nun schon unterwegs bzw. auch genau 2 Monate schon. Und heute folgte definitiv eines der Highlights, ein echter Bucketlist-Moment. In meinen Videos vor der Reise hatte ich dieses Ziel unter anderem immer stellvertretend für Australien aus Stocks eingeblendet. Und heute stand ich nun selbst da und konnte die 12 Apostels, die nur noch 8 sind, mit eigenen Augen sehen.

Wow! Fotos machen, Videos machen und dann innehalten und den Augenblick genießen. Ich stand nun tatsächlich dort. Ein bisschen war es wie das Ziel erreicht zu haben nach 9 Wochen Reise. Und zugleich wusste ich, dass noch mehr fantastische Momente folgen würden.

Den Augenblick habe ich in mich aufgesaugt, wirken sie doch einfach majestätisch. Die anderen Orte entlang des zweiten Teils der GORDi sind nicht ganz so majestätisch, aber dennoch spektakulär. Ich habe etliche Halts gemacht und zeige nur eine kleine Auswahl dessen, was ich sehen durfte.

Morgen steht wie gesagt kein Stopp in den Grampians an. Es wird mit einem nur kleinen Umweg direkt zur Abgabe des Mietwagens in Melbourne gehen. Nach 1,5 Wochen bin ich dann wieder Fußgänger, zumindest vorerst, denn die nächste große Tour wartet schon. Aber dafür benötige ich dann erst noch einen Flieger in einigen Tagen.

Übrigens bin ich mit rund 16.300km so nahe an meiner Heimat wie die kommenden Wochen nicht mehr. Es ist mal wieder Zeit, genau das zu erwähnen.

2 Monate nun unterwegs. Wo und was hat mir am besten gefallen?

Es war die Herzlichkeit der Menschen in denjenigen Ländern, in denen sie deutlich weniger Besitz und Eigentum haben als wir es haben. Sie haben aber dennoch mehr Lebensfreude und weniger geringfügige Probleme.

In Tansania berührte mich das Msamaria children Home zutiefst. Hier gab es echte Probleme und dennoch so viel Herzlichkeit.

In Indien war es die Herzlichkeit und der Altruismus der Menschen, mit denen ich unterwegs sein durfte.

In Kuala Lumpur spürte ich wieder westlichen Reichtum, aber der Kontrast zeigte sich und faszinierte.

Am Angkor Wat war es der Sunrise und die Kultur, die so stark zu spüren war.

In Laos bleiben mir der Vibe und diese Ruhe in Luang Prabang in Erinnerung und die unvergleichliche Natur am Kuang Si.

Hoi An zog mich in Vietnam in seinen Bann. Touristy, aber kulturell unendlich stark.

Australien konnte mich bisher mit dem ikonischen Opernhaus sowie dem Uluru überzeugen. Das Wildlife und die GORDi sind ganz besonders und faszinierten mich.

So vielfältig und bunt wie die ersten zwei Monate waren, dürfen die kommenden vier gerne noch werden. Ich bin dankbar.

19.02.24 – Tag 64 Melbourne

Statt Halls Gap und Grampians ging es heute wegen der Waldbrände 300km nach Melbourne. Ein kurzer Abstecher in den Organs Pipe NP bescherte dann zumindest noch etwas Natur.

Die Anfahrt zur Sixt Station mitten in der Stadt erinnerte eher an ein entspanntes Treiben. Lediglich beim letzten U-Turn zum Parkhaus gab’s eine Hupe. In Deutschland sicherlich drei weitere Hupen, vier Vögel, fünf Stinkefinger und sechs Scheibenwischer… und das bei 4,6 Mio. Einwohnern. Geht auch entspannt…

Und wieder einmal etwas Überforderung bei so viel Stadt auf einmal nach rund 2 Wochen Natur, aber bin ich doch in CBD untergebracht. Ich wollte ja zentral sein. Es hat aber auch Vorteile, so habe ich eine nahezu unendliche Auswahl an Restaurants, Cafés und Bars.

Ich brauchte dennoch erst einmal etwas städtische Ruhe und suchte den bzw. ein paar der Parks hier auf. Zufälligerweise landete ich auch im Melbourne Park, wo die Australian Open stattfinden. Irgendwie passend, habe ich doch mit Australien den Kontinente-Grand Slam geschafft, bisher den „Karriere-Grand Slam“, aber der lupenreine kommt ja noch auf der Reise, Antarktis fehlt noch zum Golden Slam. Aber nicht auf dieser Reise.

OK, genug mit Tennis, weiter mit Dennis, und „dieser“ genoss die Café-Szene in CBD. Diese soll ja außergewöhnlich hier in Melbourne sein. Ich muss sagen, es schmeckt und ich bin froh, auch das mal wieder genießen zu können – die Reise zu mir selbst

20.02.24 – Tag 65 Melbourne

Ein Drittel

Ein Drittel ist bereits rum. Krass, wie schnell das verging. Heute früh ging es zunächst ins Docklands, um nicht zu sehr von den Wolkenkratzern im CBD erdrückt zu werden. Nicht dass ich keine Städte mag, aber die Natur der letzten Tage war schon schön 😉

Natürlich zog es mich dann wieder rein ins CBD und zwar einmal durch zum Queen Victoria Market, um eine Kleinigkeit zu essen. Über die Hosier Lane mit ihren Graffitis schlenderte ich dann zum Federation Square, wo ich den Hop on Hop off nehmen wollte. Den Halt habe ich nicht gefunden, keine aufdringlichen Verkäufer in der Nähe, also Ticket für den ÖPNV geholt und ab zum St. Kilda-Beach… um natürlich eine Kleinigkeit zu essen 😉 die Hälfte dann wieder zurück gelaufen und die andere Hälfte das Ticket genutzt. Ich bin nun etwas kaputt ob der Hitze und… könnte mal wieder etwas essen…

Insgesamt ist Melbourne schon eine ganz coole Stadt. Was mir aber irgendwie fehlt ist ein zentraler Platz, ein place to be, ein ikonischer Aussichtspunkt, der für Melbourne steht, so wie das Opera House oder der Times Square. Aber dafür ist es hier sehr bunt, hat unendlich viele mitunter überlaufene Cafés, Art Galleries und ist insgesamt sehr alternativ.

21.02.24 – Tag 66 Melbourne

Ganz entspannt bin ich heute in die Bücherei gegangen. OK, es war diejenige in Melbourne und die State Library of Victoria. Dazu mit einer Kunstgalerie und beeindruckender Architektur. Es war mehr als nur eine Bücherei. In ihr gibt es auch tolle Arbeitsplätze, die Ruhe versprechen. Ich glaube, dass ich morgen mal etwas Papierkram in dieser faszinierenden Umgehung erledigen werde. Wer kann schon von sich behaupten, seine Steuererklärung in dieser Umgebung erledigt zu haben 😂

Vor der Library spielten einige Schach, andere ruhten sich einfach im Schatten aus. Vielleicht einer der mehr oder weniger zentralen Plätze, die ich hier suchte 😉

Da Melbourne ein phänomenaler Schmelztiegel der Kulturen ist, was sich vor allem in der Essenskultur ausdrückt, habe ich heute einmal koreanisch probiert. Ich musste rechts und links beobachten, wie es denn „richtig geht“. Eine interessante Erfahrung. Und irgendwie zieht es mich doch immer wieder kulturell nach Asien 🤷

Sonst den Tag ganz relaxt bei Cappuccino und Fresh Juice verbracht und nun vor der Hitze etwas fliehen.

22.02.24 – Tag 67 Melbourne

Es ist der letzte volle Tag in Australien nach über 3 Wochen. Ja, ich sage es wieder einmal: die Zeit fliegt nur so dahin – daher nutzt sie.

Ich habe diese heute noch einmal genutzt, um mich auf Melbourne einzulassen und habe meine Freude an der Degraves Street gefunden. Kleine Seitenstraße direkt in CBD mit – natürlich – vielen Cafés und Restaurants. Außerdem habe ich mich ein wenig mit meinem Notebook in die klimatisierte State Library verkrümelt.

Draußen werden mit 36 Grad nahezu Uluru-Temperaturen erreicht. Daher werde ich den Nachmittag in klimatisierter Umgebung verbringen, um dann abends noch einmal eine kleine Runde durch CBD zu drehen.

Apropos Uluru, die absoluten Highlights in Australien waren für mich der Uluru, Sydney und die Great Ocean Road sowie punktuell ein paar Strände während des Roadtrips. Ein tolles Land definitiv. Und es gibt noch ein paar Orte, die ich hier auch noch erkunden möchte 😎

Neuseeland

23.02.24 – Tag 68 Transfer/ Christchurch

Die letzte Nacht war sehr kurz. Einerseits klingelte der Wecker noch vor 5. Andererseits war ich in dem Hotel in Melbourne von Lärm „gesegnet“, der nur zwischen 0 und 4 Uhr aussetzte. Genug des Negativen 😉

Schließlich ging es heute nach Neuseeland 🥝 daran habe ich sehr hohe Erwartungen geknüpft. Nun musste ich gezwungenermaßen auch noch in der teuersten Unterkunft meiner Reise einchecken. Ich brauche das „Sir“ nicht, daraus entstehen keine Geschichten…

Am Flughafen hörte ich nach dem Frühstück in der Lounge dann das erste Mal „Kia Ora“ und erinnerte mich an „Neuseeland ist bestimmt Aloha-Style nur in größer und in Ozeanien.“ Ich sollte nicht enttäuscht werden.

Bereits im Anflug war die atemberaubende Landschaft zu sehen. Ein kleiner Bummel in Christchurch hat mich sofort ergriffen. Ein lockerer Vibe wie in Australien und eine Unaufgeregtheit wie in Luang Prabang und irgendwie liegt hier auch Aloha in der Luft. Wow, danach habe ich gesucht.

In dem Hotel wird auf das „Sir“ trotz der vielen Sterne verzichtet und es hat nicht nur eine tolle Aussicht und noble Einrichtung, sondern auch einen Fitness-Raum. Hier könnte ich bleiben… länger…

Die 2 Nächte hier werde ich bestmöglich nutzen, um zu relaxen. CHC glänzt nicht mit Highlights, aber mit seinem Vibe und in dem Hotel sollte es mir auch nicht zu schlecht gehen.

Ach ja, Kia Ora Aotearoa

24.02.24 – Tag 69 Christchurch

Neuseeland ist mittlerweile das 9. Land auf meiner Weltreise und das 49. insgesamt für mich. Es ist westlich bekannt und dennoch etwas ganz Neues und Reizvolles hier für mich.

Heute schlenderte ich durch Christchurch und saugte noch einmal den tollen Flair dieser Stadt auf ehe es ab morgen wieder in den Roadtrip-Modus und raus und die faszinierende Natur Neuseelands geht.

Christchurch wurde von den Erdbeben 2011 und 2013 sehr stark getroffen. Kein Wunder also, dass hier alles modern und sauber wirkt. Die Stadt hat sich wieder aufgebaut und sie ist wirklich schön geworden und hat einen top modernen Kern, vergisst aber seine victorianische Historie nicht. Ein Neubau der Innenstadt, war da nicht was in meiner Heimatstadt…? Aber auf deutsche Kommunalpolitik habe ich aktuell herzlich wenig Lust 😎

Auf der Hop On Hop Off-Tour gab es einige Infos zu der Stadt. Aber auch einfach tolle Orte gab es zu sehen, wie die New Regent St, die quasi die Train Street hier ist 😉

Morgens stattete ich der „She Chocolaterie“ einen Besuch ab. Und es hat sich wirklich gelohnt, sehr lecker.

Der Besuch im botanischen Garten war nicht ganz so ruhig. Findet doch im Hagley Park das Electric Avenue-Festival statt. Sah klasse aus, aber die Tickets lagen bei rund 120€, also weniger klasse 😉

Ich nutze stattdessen mein luxuriöses Zimmer für den Nachmittag, zog doch auch etwas Regen auf. Zudem muss ich den Roadtrip noch etwas organisieren. Fitness fällt heute allerdings aus, Muskelkater von gestern stellte sich ein 🙈dafür Ruhe für die bevorstehenden Abenteuer in Neuseelands beeindruckender Natur.

25.02.24 – Tag 70 Lake Tekapo

10 Wochen sind nun rum. Ja, ihr wisst, welcher Spruch mir auf der Zunge liegt… Ich verkneife ihn mir.

Lake Tekapo als nächste Station und damit die erste Etappe meiner Neuseeland-Rundfahrt. WOW! Wie schön kann ein einzelner Ort eigentlich sein? Wieder einmal so ein Moment – eine Woche nach der GORDi – bei dem ich fühle, ans Ziel gekommen zu sein. Was ist eigentlich das Ziel…? Philosophisch will ich heute aber mal nicht werden 😉

Der See zeigte sich bereits bei der Anfahrt im tollsten Türkis erstrahlend. Und das kleine Örtchen, das im Grunde aus ein paar Unterkünften und Restaurants besteht, besticht wieder einmal durch seine Unaufgeregtheit. Alles andere passt auch nicht zu so einem pittoresken Ort. Malerisch erstreckt sich der See in die Weite und ist umrahmt von Bergen. Ein wunderschöner Anblick.

Neuseeland begeistert mich schon wieder bzw weiterhin. Wenn täglich solche Momente kommen, bin ich nach den 4 Wochen Roadtrip emotional erschlagen 🙈😂 aber gerne her mit den Highlights.

Die Lupinen sind leider schon fast alle verblüht. Aber einige wenige standen noch und gaben das i-Tüpfelchen auf diesen Neuseeland-Moment. Noch einmal in einem Wort: WOW!

Innehalten und den Moment genießen. Habe ich dann auch gemacht und mir einen leichten Sonnenbrand im Gesicht geholt. Gut, dass die Manuka-Creme hier so dermaßen günstig ist, dass ich sie mir direkt geholt habe.

Heute Abend steht noch eine Stargazing-Tour an und ich werde den Sunset am See genießen. Kommen tolle Bilder bei heraus, gibt’s wie immer ein „/2“ hinterhergeschoben 😉

26.02.24 – Tag 71 Lake Tekapo

Heute starte ich ganz früh… OK, das war der Plan… ich wartete bis der Himmel aufriss und dann startete ich nach einem kleinen Frühstück am späten Morgen zum Hooker Valley Track 😉

Schon die Anfahrt entlang des Lake Pukaki bot eine spektakuläre Landschaft. Schließlich kam der Mount Cook bzw Aoraki, wie ihn die Māori nennen, immer näher. Ist er doch mit 3.724m Neuseelands höchster Berg. Majestätisch lag er nun vor mir und lud dazu ein, den Track zu wandern.

Die sich bietende Landschaft war einfach beeindruckend. Ich kam kaum aus dem Staunen heraus und war zugleich dankbar, in so einer tollen Landschaft unterwegs sein zu dürfen.

Schließlich am Hooker Lake angekommen konnte ich den Gletscher bzw einen der vielen bestaunen. Die schwimmenden Eisschollen im eiskalten See stimmen auch etwas nachdenklich. Schließlich haben wir Menschen die Fähigkeit, eben solche Dinge schön zu finden, aber sind zugleich die einzige Spezies, die auch genau das zerstört…

Der Anblick bleibt dennoch majestätisch und lud zu einem spontanen Picknick mit Müsli-Riegel und Wasser ein. Innehalten und genießen war angesagt.

Zurück konnte ich dann noch den türkisfarbenen Lake Pukaki genießen, hinter welchem der Gipfel so nahe erscheint. Den Nachmittag ließ ich dann an Lake Tekapo ausklingen.

Von gestern gibt es nicht viele Bilder. Eines hänge ich heute mit ran. Und beim Stargazing wurden wir gebeten, unsere Augen nicht aus der Gewöhnung zu reißen und somit aufs Handy etc. zu verzichten. Die Tour war klasse und astronomisch auch wertvoll. Tolle Blicke durch das sehr große Teleskop. Das Dark Sky-Projekt schreibt hier übrigens Straßenbeleuchtung auf maximal Hüfthohe vor und nur nach unten gerichtet.

27.02.24 – Tag 72 Wanaka

Eine kurze Fahrt von Tekapo nach Wanaka stand heute nur an. Der Lindi Pass lud zu einem kurzen Stopp ein, bot er doch eine überragende Aussicht.

Wanaka selbst ist auch wieder ein kleines Örtchen, verglichen mit Tekapo jedoch riesig. Aber bei wenigen 100 Einwohnern ist das auch nicht schwierig 😉

Entsprechend mehr war dann auch am Ufer des Lake Wanaka los. Neben vielen Restaurants etc. gab es auch viele Aktivitäten auf dem Wasser. Ich schaute nur zu 😉heute wirklich ganz ruhig, meldet sich doch der Bewegungsapparat und den brauche ich noch 😎

Also einfach das bunte Treiben am See genossen und komplett relaxt. Morgen ist auch nur eine kurze Strecke angesagt, evtl mit Mitfahrgelegenheit und evtl auch wieder ein Trail. Bis dahin ist so gut wie nur Erholung angesagt und in dieser Umgebung fällt es auch nicht so schwer. Heute in der evtl einzigen Unterkunft mit shared bathroom unterwegs, aber einem großen gemütlichen Gemeinschaftsraum.

28.02.24 – Tag 73 Queenstown

Wānaka lasse ich nun vorerst hinter mir, es geht weiter südwärts nach Queenstown. Damit werde ich weiterhin über 18.000km von Deutschland entfernt sein, also auf der anderen Seite der Erde. Den 45. südlichen Breitengrad habe ich nun erreicht. Zum Vergleich: Buenos Aires liegt auf dem 34., so wie auch Kapstadt und Sydney, Melbourne auf dem 37. 45 Grad nördlicher Breite liegen dann solche Städte wie Bordeaux, Peking oder Portland. Hier kommt hingegen nicht mehr viel gen Süden.

Aber zurück zur Reise an sich. Etwas Goldgräberstimmung gab es beim Zwischenstopp in Arrowtown. Ein süßes kleines Örtchen, das zum Frühstückssnack einlud. Weiter ging es dann zunächst an Queenstown vorbei in Richtung Glenorchy wieder mit einigen Lookouts hier und dort.

In Glenorchy genoss ich den Lagoon Walkway mit tollen Ausblicken – echte Neuseeland-Momente. Die Natur ist hier einfach einmalig. Wie kann man es nicht mögen und genießen? 🤷

Schließlich ging es in das kleine Queenstown (12.000 Einwohner) zurück, das dennoch städtisch und erwachsen wirkt. Eine tolle Promenade am See und eigentlich ist es ein Ski-Ort – mit Palmen hier und da. Neuseeland ist schon verrückt – toll verrückt 😎

Bisher fasziniert mich Neuseeland vom Gesamtpaket am meisten. Ich hatte riesige Erwartungen – sie wurden mindestens erfüllt bisher nach knapp einer Woche und es folgen noch mehr als drei.

29.02.24 – Tag 74 Queenstown

Völlig unspektakulär. Morgens hatte ich die Unterkunft gewechselt innerhalb des Ortes, da Agoda hier einiges verbockt hatte. Ab mittags hatte ich dann mit Kreislaufproblemen zu tun und habe einen Mittagsschlaf und ruhigen Nachmittag am See vorgezogen. That’s it für heute… noch einmal Beine hoch und nachher zum Sunset nochmal zum See. Morgen geht der Roadtrip schließlich weiter.